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Hanseatic Projektentwicklung GmbH Bilanzanalyse

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Hier ist eine strukturiert aufbereitete Analyse der Bilanz 2023 der Hanseatic Projektentwicklung GmbH aus Anlegersicht, mit Fokus auf Liquidität, Ertragslage, Kapitalstruktur und Risiken:


🔍 1. Überblick zur Unternehmensstruktur

  • Rechtsform: GmbH (Haftungsbeschränkt)
  • Größe: Kleine Kapitalgesellschaft (§267 Abs. 1 HGB)
  • Branche: Projektentwicklung (vermutlich Immobilien oder Bau)
  • Sitz: Lübeck
  • Mitarbeiteranzahl: 19
  • Geschäftsführung: Frau Jessika Herbst

📊 2. Bilanzkennzahlen – Vergleich 2023 vs. 2022

Kennzahl 2023 2022 Veränderung
Bilanzsumme 4,53 Mio. € 1,05 Mio. € +331 %
Eigenkapital 576 T€ 295 T€ +95 %
Jahresüberschuss 539 T€ 278 T€ +94 %
Verbindlichkeiten 2,96 Mio. € 276 T€ +973 %
Rückstellungen 923 T€ 407 T€ +127 %
Anlagevermögen 1,23 Mio. € 182 T€ +573 %
Umlaufvermögen 3,21 Mio. € 857 T€ +274 %

💰 3. Liquidität & Vermögensstruktur

Positiv:

  • Starker Anstieg der liquiden Mittel auf 1,29 Mio. € → hohe kurzfristige Zahlungsfähigkeit
  • Forderungen massiv gestiegen → Hinweis auf wachsende Geschäftstätigkeit oder Projektvolumen
  • Forderungen gegen Gesellschafter i. H. v. 160.791 € sind beachtlich – Risikoabhängigkeit von Gesellschaftern

Negativ:

  • Vorräte (wohl Bauprojekte oder Grundstücke) sind deutlich gestiegen → Kapitalbindung
  • Große Passivseite durch Fremdkapital (Verbindlichkeiten + Rückstellungen = 3,89 Mio. € → 86 % der Bilanzsumme)

📈 4. Ertragslage

  • Jahresüberschuss von 539 T€ bei nur 19 Mitarbeitenden → sehr hohe Rentabilität
  • Gewinn wurde voll einbehalten (kein Ausschüttungsvorschlag) → spricht für Reinvestition in Wachstum

Beurteilung:

  • Gesunde Profitabilität, aber aufgrund fehlender Gewinn- und Verlustrechnung im Detail keine Aussage zu Umsatzerlösen, Rohertrag oder Margenstruktur möglich.

🧮 5. Kapitalstruktur & Verschuldung

Kennzahl Wert Bewertung
Eigenkapitalquote 12,7 % niedrig → hohes Fremdfinanzierungsrisiko
Fremdkapitalquote 87,3 % hoch
Verbindlichkeiten > 1 Jahr 1,11 Mio. € Langfristig stabil, aber auch Zinsrisiken
Verbindlichkeiten ≤ 1 Jahr 1,85 Mio. € Liquiditätsdruck bei Fälligkeit

Beurteilung:

  • Hoch verschuldet, d. h. bei steigenden Zinsen oder Projektverzögerungen besteht Liquiditätsrisiko.
  • Erhöhte Rückstellungen (923 T€) deuten auf anhaltende Verpflichtungen (z. B. aus Gewährleistung, Personal, Verträgen).

⚠️ 6. Risiken & Anlegereinschätzung

Risikofaktoren:

  • Niedrige Eigenkapitalquote: Erhöht das Insolvenzrisiko bei Projektverlusten oder Zahlungsstörungen.
  • Großer Forderungsbestand: Risiko von Zahlungsausfällen, besonders bei Gesellschafterforderungen.
  • Stark gestiegene Verbindlichkeiten: Finanzierung erfolgt primär über Fremdkapital – möglicherweise stark zinsabhängig.
  • Keine Details zur Umsatzentwicklung: Erschwert Beurteilung der operativen Leistungsfähigkeit.

Stärken:

  • Dynamisches Wachstum der Bilanzsumme → Expansion oder neue Projekte
  • Hoher Gewinn und einbehaltene Erträge deuten auf Zukunftsorientierung
  • Keine Nachtragsereignisse oder Sonderlasten nach Abschluss → stabiler Geschäftsausblick laut Bericht

📌 7. Fazit für Anleger

Bewertungskriterium Einschätzung
Wachstum 📈 Sehr stark
Rentabilität ✅ Gut
Verschuldung ❌ Hoch
Liquidität ⚠️ Solide, aber belastet
Transparenz (Bericht) ⚠️ Eingeschränkt
Zukunftspotenzial ❓ Hängt von Projekterfolg ab

Gesamturteil (aus Anlegersicht):

Chancenreich, aber hochriskant.
Die Hanseatic Projektentwicklung GmbH weist ein beeindruckendes Wachstum und eine hohe Profitabilität auf – allerdings finanziert durch massiv gestiegene Verbindlichkeiten und bei gleichzeitig sehr niedriger Eigenkapitalquote. Ohne tieferen Einblick in die Projektstruktur und die Cashflows ist eine Investition nur für risikofreudige Anleger empfehlenswert, idealerweise mit Hintergrundwissen im Immobilien-/Projektentwicklungsbereich.

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beutz
Rechnungs­legung / Finanz­berichteUnternehmensregister
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Datum: 06.03.2025Sprache: Deutsch

Hanseatic Projektentwicklung GmbH

Scharbeutz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.225.777,27 181.863,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.172,00 5.499,00
II. Sachanlagen 1.215.105,27 171.864,50
III. Finanzanlagen 4.500,00 4.500,00
B. Umlaufvermögen 3.211.050,60 856.925,91
I. Vorräte 174.224,51 3.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.745.953,92 111.668,39
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.290.872,17 742.257,52
C. Rechnungsabgrenzungsposten 95.404,59 12.143,10
Summe Aktiva 4.532.232,46 1.050.932,51

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 576.310,86 295.324,91
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. nicht eingeforderte ausstehende Einlagen 0,00 -12.000,00
III. eingefordertes Kapital 25.000,00 13.000,00
IV. Gewinnvortrag 12.324,91 4.231,77
V. Jahresüberschuss 538.985,95 278.093,14
B. Rückstellungen 922.764,88 406.966,73
C. Verbindlichkeiten 2.963.975,04 275.818,03
D. Rechnungsabgrenzungsposten 69.181,68 72.822,84
Summe Passiva 4.532.232,46 1.050.932,51

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die Hanseatic Projektentwicklung GmbH hat ihren Sitz in Lübeck und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht (Reg.Nr. 20285 HL).

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt, in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie den einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags / der Satzung.

Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB.

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagespiegel, Rücklagenspiegel, Verbindlichkeitenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die für kleine Kapitalgesellschaften geltenden Angaben Erleichterungen der §§ 274a, 276 und 288 HGB teilweise in Anspruch.

Die Gesellschaft hat von der Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 1 Satz 4 HGB Gebrauch gemacht und auf die Aufstellung eines Lageberichts verzichtet.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert.

Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung/Erläuterungen zur Bilanz und GuV

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt.Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. / Sie werden im Anlagenspiegel des Folgejahres als Abgang dargestellt. / Nach der Abgangsfiktion wird ihr Abgang nach fünf Jahren unterstellt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sach- und Finanzanlagen wird auf den Anlagespiegel verwiesen.

Sachanlagen

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen, angesetzt.Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Finanzanlagen

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr 31.12.2023 davon mit Restlaufzeit mehr als
1 Jahr
Vorjahr 31.12.2022 davon mit Restlaufzeit mehr als
1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige Vermögensgegenstände 1.745953,92 0 103.590,37 0

Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen / unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen gegen Gesellschafter von € 160.790,72 ausgewiesen.

Das Stammkapital von € 25.000 ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen (z.B.) Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen, Urlaubsverpflichtungen, Tantiemen und Verluste aus Lieferkontrakten.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Geschäftsjahr 31.12.2023 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit über 1 Jahr davon Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten 2.963.975,04 1.851.417,98 1.112.557,06 0
Vorjahr 31.12.2022 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit über 1 Jahr davon Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten 275.818,03 275.818,03

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Gewinn und Verlustrechnung

Es liegen keine außergewöhnlichen Sachverhalte vor.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31.12.2023 bestehen Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von T€ XXX

Gegenstand der Leasingverträge sind hauptsächlich die folgenden Wirtschaftsgüter:

Arbeitnehmer

Am Bilanzstichtag waren im Unternehmen durchschnittlich 19 Mitarbeiter beschäftigt.

Gesamtbezüge

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betragen T€ 255

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 31.12.2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr zum 31.12.2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von

T€ 576 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von T€ 576 auf neue Rechnung vorzutragen.

Organe

Die Geschäftsführung erfolgt durch:

Frau Jessika Herbst

Unterschrift gem. § 245 HGB

 

Lübeck, den 19.12.2024

………..……………………………………………………

Hanseatic Projektentwicklung GmbH Geschäftsführer

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 19.12.2024.

 

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