Zehntausende Menschen aus Haiti, die in den USA einen befristeten Schutzstatus besitzen, stehen vor einer schwierigen Entscheidung. Die Regierung unter Ex-Präsident Donald Trump hatte Pläne vorangetrieben, den temporären Schutzstatus (Temporary Protected Status, TPS) für Haitianer:innen vorzeitig zu beenden.
Drei harte Optionen
Für die Betroffenen bedeutet das:
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Entweder sie bleiben nach Ablauf ihrer Visa illegal im Land – mit allen Risiken von Ausweisung und prekären Lebensbedingungen.
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Oder sie kehren in ein Haiti zurück, das seit Jahren von politischer Instabilität, Armut und Naturkatastrophen geprägt ist.
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Eine dritte Möglichkeit: den Versuch wagen, in einem anderen Land ganz neu zu beginnen – oft ohne Perspektive und ohne soziales Netz.
Hintergrund
Der Schutzstatus war ursprünglich nach dem verheerenden Erdbeben 2010 eingeführt worden, bei dem über 200.000 Menschen ums Leben kamen. Er sollte Haitianer:innen ermöglichen, in den USA legal zu leben und zu arbeiten, solange ihr Heimatland nicht sicher genug für eine Rückkehr ist.
Kritik von Hilfsorganisationen
Menschenrechts- und Hilfsorganisationen kritisierten den Versuch der Trump-Regierung, den Schutzstatus zu beenden, als unmenschlich und politisch motiviert. Haiti sei weiterhin von Krisen erschüttert, und eine Rückführung gefährde das Leben vieler Menschen.
Die Lage heute
Obwohl Gerichte und Nachfolgeregierungen Teile der Pläne abgebremst haben, bleibt die Situation für viele Haitianer:innen in den USA unsicher und belastend. Ihre Zukunft hängt von politischen Entscheidungen ab, die jederzeit kippen können.
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