Pep Guardiola versuchte im Topspiel gegen Arsenal das, was man sonst eher von Mourinho kennt: den Beton anrühren. Und fast hätte es funktioniert – bis Gabriel Martinelli in der 93. Minute den 1:1-Ausgleich erzielte.
Damit verpasste Manchester City nicht nur drei wichtige Punkte im Titelrennen, sondern ließ auch den großen Gewinner des Spieltags zurück: Liverpool. Die Reds führen nach fünf Siegen aus fünf Spielen nun fünf Zähler vor der Konkurrenz.
Guardiola, sichtbar niedergeschlagen, verteidigte seine Taktik: „Wir waren unglaublich müde. Nach Napoli hatten wir kaum Erholung.“ Der Katalane stellte erstmals seit neun Jahren dreimal in Folge dieselbe Elf auf und opferte in der 76. Minute sogar Erling Haaland für mehr defensive Stabilität.
Die Folge: Citys Ballbesitz sank auf rekordverdächtige 32,8 Prozent – der niedrigste Wert in Guardiolas 601 Liga-Spielen als Trainer. Ex-Profis wie Micah Richards sprachen von „Mourinho-Fußball“, Theo Walcott sah eine „Serie von Fehlern“ beim Gegentor.
Mit nur sieben Punkten aus fünf Partien erlebt City den schwächsten Ligastart seit 19 Jahren. Und Arsenal-Coach Mikel Arteta bleibt der erste Trainer, der in fünf Ligaduellen in Folge ungeschlagen gegen Guardiola bleibt.
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