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Grüne Schildkröte parkt aus – Aston Martin verabschiedet sich als Formel-1-Safety-Car

wendy1704 (CC0), Pixabay
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Wenn man dachte, die größten Dramen der Formel 1 spielten sich auf der Strecke ab, kommt Aston Martin um die Ecke und liefert den nächsten Plot-Twist direkt aus der Boxengasse.

Die britische Traditionsmarke – bekannt für schnelle Autos, feine Anzüge und gelegentliche Midlife-Crisis-Fantasien – hat völlig überraschend bekanntgegeben: „Wir machen Schluss. Mit der Formel 1. Als Safety-Car-Lieferant.“ Das kam so plötzlich, dass selbst Sebastian Vettel beim Frühstück kurz die Müslischale aus der Hand gefallen sein soll.

Seit 2021 durften die Grünen Flitzer neben Mercedes den edlen Job übernehmen, vor rasenden Boliden gemütlich herzufahren, um für Ordnung im Chaos zu sorgen. Doch Schluss jetzt mit gemächlicher Cruising-Romantik in Orange-Licht. Der Vantage wird ausgemustert.

Von der „Grünen Schildkröte“ zum stillen Rückzug

Zugegeben: Es war nicht immer einfach für Aston. Der Vantage bekam 2022 von Max Verstappen den liebevollen Kosenamen „Grüne Schildkröte“ verpasst – was ungefähr so charmant ist, wie wenn dein Chef dein Projekt als „Excel-Massaker“ bezeichnet. Trotz PS-Upgrade auf 670 Pferdchen wirkte der Wagen im Feld der Formel-1-Raketen eher wie ein Sparkassen-Kalender beim Formel-Elektroauto-Gipfel.

Jetzt also der Rückzug – ganz britisch höflich formuliert: „Wir danken für die erfolgreiche Zusammenarbeit und die fünf PS-starken Jahre.“ Zwischen den Zeilen liest man: „Genug Schildkröte gespielt. Wir wollen wieder überholen – nicht überholt werden.“

Mercedes allein zu Haus

Wer springt ein? Keine Panik: Mercedes übernimmt wieder ganz allein den Job als rollende Rennleitung. Ab 2026 donnert der AMG GT Black Series mit 730 PS als Safety-Car über die Strecke, und wer sich verletzt oder zu sehr mit Lance Stroll gestritten hat, wird im AMG GT 63 S Medical-Car abgeholt – immerhin mit 639 PS. Das nenne man bitte „Krankenwagen der Premiumklasse“.

Ob Max Verstappen dem neuen Safety-Car auch einen Spitznamen gibt? Man munkelt, intern heiße es schon „Silberner Blitz mit TÜV-Plakette“.

Und Aston?

Tja, Aston Martin konzentriert sich jetzt wohl wieder auf das Kerngeschäft: Autos für Geheimagenten und Hedgefondsmanager bauen – ohne Blaulicht, aber mit Stil. Und vielleicht einem kleinen Seitenhieb an die Formel 1: „Wir sind raus – aber immerhin schneller als euer Internet-Stream.“

Die Grüne Schildkröte zieht sich zurück. Aber wer weiß – vielleicht sehen wir sie bald wieder. In der Senioren-Formel-1. Oder als Pace Car für Kinder-Go-Karts. Aston Martin – elegant bis zum Schluss.

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