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Großbrand im Etosha-Nationalpark – Regierung warnt vor schwerwiegenden Folgen

RonaldPlett (CC0), Pixabay
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Ein großflächiger Brand hat im Etosha-Nationalpark in Namibia erhebliche Schäden verursacht. Nach Angaben der Regierung sind bereits rund ein Drittel der Weideflächen des Wildreservats betroffen. Mehr als 500 Soldaten wurden entsandt, um die Feuerwehr und Parkbehörden bei den Löscharbeiten zu unterstützen.

Rasche Ausbreitung durch Wind und Trockenheit

Der Brand war vermutlich am 22. September im südwestlichen Teil des Parks ausgebrochen. Ursache und genauer Entstehungsort werden noch untersucht. Nach Einschätzung des Umweltministeriums könnte das Feuer bei der Holzkohleproduktion außerhalb des Parks entstanden und übergesprungen sein. Starke Winde und trockene Vegetation haben die Ausbreitung begünstigt.

„Das Feuer stellt eine erhebliche Bedrohung für Artenvielfalt und Tierwelt dar“, erklärte Vizepräsidentin Lucia Witbooi am Montag. Auch angrenzende Weideflächen in den Regionen Omusati und Oshana seien betroffen. Medien berichten, dass bereits mehrere Antilopen ums Leben gekommen sind.

Maßnahmen und Unterstützung

Nach einer Krisensitzung des Kabinetts wurden zusätzliche Einsatzkräfte, darunter Soldaten und Hubschrauber, mobilisiert. Neben Polizei und Parkpersonal helfen auch Anwohnerinnen und Anwohner bei den Löscharbeiten.

Bedeutung des Parks

Der Etosha-Nationalpark zählt mit mehr als 22.000 Quadratkilometern Fläche zu den wichtigsten Naturschutzgebieten Afrikas. Er ist Heimat für über 100 Säugetierarten, darunter Elefanten, Löwen, Giraffen, Zebras und bedrohte Spitzmaulnashörner. Die charakteristische Salzpfanne zieht zudem zahlreiche Zugvögel an.

Der Park ist ein zentraler Pfeiler des namibischen Tourismus. Erste Schätzungen gehen davon aus, dass die Schäden durch das Feuer über Jahre sichtbar bleiben werden. Neben den ökologischen Folgen drohen auch erhebliche wirtschaftliche Einbußen.

Politische Dimension

Das Feuer hat inzwischen auch politische Debatten ausgelöst. Der Abgeordnete Likando Rodrick (Independent Patriots for Change) kritisierte das Umweltministerium für mangelnde Vorsorge und unzureichende Ressourcen zur Brandbekämpfung. Er forderte die rasche Verabschiedung einer nationalen Strategie zur Waldbrandbekämpfung und zur Anpassung an den Klimawandel.

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