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Gottschalk: Das gehört sich nicht

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Thomas Gottschalk gibt die Hoffnung nicht auf, dass ein Wunder den schwer verletzten Samuel Koch rettet. Vielleicht sollte er seinen Kandidaten einfach mal in Nottwil besuchen.Wenn Thomas Gottschalk (60) über seinen schwer verletzten Wettkandidaten Samuel Koch spricht, dann spielt das Prinzip Hoffnung die wichtigste Rolle. «Es sind zum Glück positive Zeichen der Besserung da», sagte er beispielsweise bei der Aufzeichnung des ZDF-Jahresrückblicks «Menschen 2010».Zu diesem Zeitpunkt bereiteten die Ärzte in Düsseldorf (D) Samuel gerade auf den Transport ins Paraplegiker-Zentrum (SPZ) Nottwil LU vor. Am Samstag, 11. Dezember, kam der 23-Jährige dort auf die Intensivstation. Und da liegt er noch immer.

Drei Wochen hätte der «Wetten, dass..?»-Moderator Zeit gehabt, ­Samuel in Nottwil zu besuchen. So etwas ist ohne Presserummel möglich: Ins SPZ und wieder hinaus ­gelangt man auf Wunsch auch auf verschwiegenen Wegen. Doch Gottschalk ist bis gestern kein einziges Mal am Krankenbett seines Kandidaten aufgetaucht, wie SonntagsBlick aus mehreren zuverlässigen Quellen weiss. Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) will dies «weder bestätigen noch dementieren», wie ZDF-Pressechef Walter Kehr sagt. Jedoch halte Gottschalk «engen Kontakt zur Familie Koch».

Zwischen ZDF und SPZ herrscht inzwischen dicke Luft. Den ZDF-Chefs passte es von Anfang an nicht, dass die Ärzte die Öffentlichkeit ohne jede Beschönigung über Samuels Zustand orientierten.

«Das Erste, was sie abhielten, war eine Pressekonferenz, in der sie sagten, er werde nie mehr richtig gehen können. Das war weder mit Vater noch Sohn Koch so abgesprochen», sagt Kehr. In Nottwil habe man sich vor allem selber gelobt. Das SPZ widerspricht vehement: Die Kommunikation sei sehr wohl mit der Familie Koch abgestimmt gewesen, sagt SPZ-Pressesprecherin Janka Hurschler. Von Eigenlob könne keine Rede sein.Es scheint, als wolle das ZDF die Nachrichten über den Verunfallten steuern. Es sollen möglichst positive Nachrichten sein, denn schon im Februar steht Thomas Gottschalk wieder bei «Wetten, dass..?» auf der ­Bühne. Ein Beispiel: Kurz vor Weihnachten schrieb das ZDF auf seiner Website, dass es nach Angaben der Ärzte «möglich ist, dass er (Samuel) dauerhaft gelähmt bleibt».

Möglich? Das war zu diesem Zeitpunkt längst sicher. Samuel Koch leidet an ­einer schweren Tetraplegie. Das heisst, er wird sein Leben lang Lähmungen an Armen und Beinen haben. Die ­Ärzte in Nottwil haben also keineswegs dramatisiert, als sie am 13. Dezember in einer Pressekonferenz bekanntgaben, dass Samuel nie wieder werde gehen können.

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