Startseite Allgemeines Goodbye Donald – Der große Abgang aus der Weltgemeinschaft
Allgemeines

Goodbye Donald – Der große Abgang aus der Weltgemeinschaft

dimitrisvetsikas1969 (CC0), Pixabay
Teilen

Es ist vollbracht. US-Präsident Donald Trump hat wieder zugeschlagen – oder besser gesagt: abgesagt. Gleich 66 internationale Organisationen dürfen sich künftig ohne die selbsternannte Weltpolizei USA organisieren, konferieren oder einfach existieren. Ein entsprechendes Dekret mit der diplomatischen Eleganz eines Rindersteaks wurde am Mittwoch unterzeichnet.

„Diese Organisationen sind überflüssig, schlecht verwaltet oder – noch schlimmer – nicht amerikanisch genug“, ließ das Weiße Haus via X verlauten. Ganze 31 der gekündigten Mitgliedschaften betreffen UNO-nahe Einrichtungen, darunter vermutlich auch die Kantine und die Putzkolonne.

Was verbindet Umwelt, Geschlechtergerechtigkeit und Kultur? Richtig, sie bringen Amerika keinen unmittelbaren Vorteil – und wurden deshalb kurzerhand als „bedrohlich für die nationale Souveränität“ deklariert. Der Austritt aus der WHO, UNESCO und dem Pariser Klimaabkommen ist da nur der Anfang. Künftig wird Amerika seine globale Verantwortung am besten auf dem Golfplatz wahrnehmen.

Außenminister Marco Rubio (auch bekannt als Trumps Pressesprecher mit Außenwirkung) twitterte euphorisch von „antiamerikanischen, nutzlosen oder verschwenderischen Organisationen“ – also allem, was nicht direkt Waffen, Öl oder Wahlkampfgeld bringt.

Trump selbst ließ verlauten, man überprüfe weitere Organisationen, bei denen man aussteigen könne – darunter verdächtige Vereinigungen wie das Internationale Komitee für gutes Benehmen, das Abkommen über höfliches Zuhören, und – Gott bewahre – der Club der Länder, die ihre Verbündeten nicht mit Sanktionen belegen.

Insider berichten, dass Trump außerdem überlegt, aus dem Rest der Welt auszutreten – „sie war ohnehin nie America First“. Ob die Erde das auch akzeptiert, bleibt offen. Klar ist: Mit diesem Schritt hat Trump den multilateral organisierten Wahnsinn endgültig gegen das Prinzip „Ich bin Präsident, also bin ich richtig“ eingetauscht.

Bleibt nur noch eine Frage offen:
Wer nimmt eigentlich den USA künftig den Stuhl weg, wenn sie den Sitzungssaal verlassen?

 

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Masern hinter Gittern: US-Gesundheitssystem zeigt sich mal wieder von seiner „besten“ Seite

In einem texanischen Abschiebezentrum der US-Einwanderungsbehörde ICE hat sich nun auch die...

Allgemeines

Skandal um Danone-Babynahrung: Giftstoff-Alarm! EU-Behörde ermittelt nach Rückruf von „Aptamil“

Ein Skandal erschüttert derzeit das Vertrauen junger Eltern in eines der bekanntesten...

Allgemeines

Laura Fernández gewinnt Präsidentschaftswahl in Costa Rica mit harter Linie gegen Kriminalität

Laura Fernández von der konservativen Regierungspartei „Souveräne Volkspartei“ hat die Präsidentschaftswahl in...

Allgemeines

Zwischen Eichhörnchen-Beleidigungen und Putin-Fragen: BBC-Reporter auf Gratwanderung in Russland

„Steve Rotten-berg, dieser BBC-Typ sieht aus wie ein kackendes Eichhörnchen!“ – Wenn...