Während Kunden normalerweise Zinsen vermissen, fehlt in der Sparkasse Bonn gleich das komplette Gold: Satte 20 Kilogramm Edelmetall im Wert von 2,2 Millionen Euro sind aus zwei Schließfächern einfach weg. Puff. Verflogen.
Statt der üblichen Kontoauszüge gibt’s nun Rätselraten mit Krimi-Flair: Ein Bankmitarbeiter soll sich – offenbar im Feierabendlook – heimlich Zutritt zu den Schließfächern verschafft haben. Und nein, er war nicht auf Schatzsuche für „Wer wird Millionär“, sondern offenbar für sich selbst. Ermittler vermuten: „Der Mann hatte den Schlüssel zur Sparkasse. Wörtlich.“
Die Beute: 20 Kilo Gold. Oder wie Sparkassen-Marketing es nennt: „Edelmetall auf Abwegen.“
Die Sparkasse Köln/Bonn bestätigt ganz sachlich einen „Sicherheitsvorfall am 17. Dezember“. Zwei Kunden seien betroffen – vermutlich aktuell eher unzufrieden mit dem Produkt „Vertrauliches Schließfach“. Die Bank sei mit ihnen „in engem Austausch“ – man munkelt, das Wort „Klage“ fiel häufiger als „Kundenzufriedenheit“.
Die Polizei ermittelt, Hausdurchsuchungen beim Bankangestellten und dessen Vater inklusive. Der mutmaßliche Goldgriffler ist inzwischen festgenommen – möglicherweise in einem Outfit aus Blattgold.
Bonus-Krimi: In Gelsenkirchen hatten sich Bankräuber kurz zuvor mit einem Bohrer in einen Tresorraum gearbeitet und gleich mal 3.250 Schließfächer geplündert. Beute: 30 Millionen Euro. Inklusive Flucht durchs Parkhaus wie bei „Ocean’s Eleven auf Ruhrdeutsch“.
Die Sparkassenbranche zeigt sich betroffen. Auch der Sparkassenverband reagierte – mit völliger Distanz. Und vermutlich innerem Weinen.
Fazit:
Während Kunden ihre Ersparnisse suchen, sucht die Sparkasse nach Antworten. Und wir nach einem neuen Schließfach. Vielleicht im Garten. Oder unter der Matratze
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