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Gier frißt Hirm

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Mediziner, sie bekommen einfach den Hals nicht voll. Jetzt wollen sie erneut einen Nachschlag. Vor zwei Jahren habe er 70 Euro pro Patient bekommen, klagt ein Lungenarzt aus Mannheim. Jetzt seien es noch 55 Euro. Eigentlich stehe er nur noch in der Praxis, weil er ein „ethisches Verpflichtungsgefühl“ habe und – trotz allem – Spaß an seiner Arbeit. Hört! Hört! Wir sollten diesen Herrn alle mal Bedauern.

Klagen gehört bei den Damen und Herren dieses Berufsstandes seit Jahren einfach zum Handwerk. Stellen sie sich mal vor, die würden plötzlich sagen „wir bekommen genug Geld“ – das würde keiner verstehen. Ob Orthopäden, Augen- oder Hausärzte: Es gibt kaum einen Mediziner, der sich nicht missverstanden und missachtet fühlt – von Krankenkassen, Ärztefunktionären, der Politik, den Patienten, den Medien. Vor, nach und während einer Gesundheitsreform klagen Ärzte über ihr Einkommen. Das wird sicherlich nie aufhören.

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