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Gespräche

jorono (CC0), Pixabay
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Der Chef des israelischen Geheimdienstes Mossad, David Barnea, wird am Sonntag nach Katar reisen, um Gespräche über die Freilassung von Geiseln zu führen, die von der radikalislamischen Hamas festgehalten werden. Das Büro von Premierminister Benjamin Netanjahu gab bekannt, dass Barnea auf Anweisung des Regierungschefs nach Doha reisen wird, um sich dort mit dem CIA-Direktor William Burns und Katars Premierminister Mohammed bin Abdulrahman Al Thani zu treffen.

Ziel der Gespräche ist es, die Verhandlungen unter den jüngsten Umständen wieder in Gang zu bringen. Dabei geht es um mögliche Vereinbarungen über eine Waffenruhe im Gazakonflikt im Austausch gegen die Freilassung der Geiseln sowie die Freilassung palästinensischer Häftlinge in Israel. Die Verhandlungen werden unter Vermittlung der USA, Katars und Ägyptens geführt.

Ein hochrangiger Vertreter der Hamas, Osama Hamdan, sagte unterdessen dem libanesischen Fernsehsender al-Majadin, dass sich die Position der Hamas in Bezug auf die am 7. Oktober 2023 aus Israel entführten Geiseln nicht geändert habe. Eine Freilassung komme nur in Frage, wenn die militärischen Angriffe eingestellt und die israelischen Truppen vollständig abgezogen würden.

Parallel dazu berichtete der ägyptische Sender al-Kahira News, dass sich hochrangige Vertreter der Hamas und Ägyptens in Kairo getroffen hätten, um über die aktuelle Lage in Gaza und mögliche Wege zu einer Waffenruhe zu sprechen. Auch katarische Vermittler setzten ihre Gespräche mit der Hamas fort, nachdem deren Anführer Jahja Sinwar in der vergangenen Woche bei einem israelischen Militäreinsatz getötet worden war.

US-Außenminister Antony Blinken, der sich derzeit auf seiner elften Nahostreise seit Beginn des Gazakonflikts befindet, erklärte, die USA hätten mit Katar über mögliche Schritte zur Förderung der Verhandlungen gesprochen. Blinken traf dabei unter anderem auf Israels Premierminister Netanjahu.

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