Startseite Allgemeines Gespräch zwischen Thomas Bremer (Interessengemeinschaft Life Forestry Switzerland AG) und Rechtsanwalt Maurice Högel (BEMK Rechtsanwälte, Bielefeld)
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Gespräch zwischen Thomas Bremer (Interessengemeinschaft Life Forestry Switzerland AG) und Rechtsanwalt Maurice Högel (BEMK Rechtsanwälte, Bielefeld)

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Bremer:
Herr Högel, ich freue mich, dass Sie sich der Sache im Interesse der Anleger annehmen. Wie Sie wissen, ist der Vorgang rund um Life Forestry äußerst ungewöhnlich. Umso wichtiger ist es, dass wir gemeinsam konkrete Schritte unternehmen, um Schaden von den Investoren abzuwenden.

Högel:
Vielen Dank, Herr Bremer. In der Tat habe ich mir den Fall eingehend angeschaut, und ich stimme Ihnen zu: Es handelt sich um einen komplexen, grenzüberschreitenden Sachverhalt. Wenn wir tatsächlich etwas für die Anleger erreichen wollen, müssen wir es mit Strukturen und Personen aufnehmen, die sich überwiegend im Ausland befinden.

Bremer:
Das macht die Sache nicht einfacher.

Högel:
Richtig. Mein vorrangiges Ziel als Vertreter der Mandanten ist es natürlich, einen möglichen Kapitalverlust so gering wie möglich zu halten. Dazu wird es unumgänglich sein, in die Länder zu reisen, in denen die Bäume gepflanzt wurden – und gegebenenfalls auch zukünftig geerntet werden können.

Bremer:
Was steht dabei konkret im Fokus?

Högel:
Ich werde besonders darauf achten, dass das eingeschlagene Holz zu marktüblichen Preisen verkauft wird und die Erlöse daraus ohne unnötige Verzögerung an die Anleger zurückgeführt werden. Dafür werde ich vor Ort eine erfahrene, internationale Beratungsgesellschaft hinzuziehen – eine, die mit den lokalen Gegebenheiten vertraut ist und sich im dortigen Markt auskennt. Diese Gesellschaft kann nicht nur den Holzverkauf professionell begleiten, sondern auch sicherstellen, dass die Einnahmen auf die Konten der Gesellschaft transferiert werden. Von dort aus kann dann ein vom Gericht bestellter Liquidator die Verteilung an die Anleger vornehmen.

Bremer:
Das klingt nach einem durchdachten Plan – und vor allem: realistisch. Wir sammeln derzeit Gelder innerhalb der Interessengemeinschaft, um genau solche Maßnahmen zu finanzieren.

Högel:
Das halte ich für absolut sinnvoll. Es ist wichtig, dass die Mandatskosten für jeden Einzelnen so gering wie möglich bleiben. Es darf keine Frage des Geldes sein, ob jemand seine rechtlichen Interessen wahrnehmen lassen kann.

Bremer:
Werden Sie sich darüber hinaus noch weiter mit dem Vorgang beschäftigen?

Högel:
Natürlich. Parallel zur Vorbereitung der operativen Schritte werde ich mit meinen Kolleginnen und Kollegen den gesamten Vorgang einer vertieften rechtlichen Prüfung unterziehen. Voraussetzung ist natürlich, dass mir endlich Zugang zu den entscheidenden Unterlagen gewährt wird – etwa Pflanzungsvereinbarungen, Bewirtschaftungsverträge und andere relevante Dokumente, die mir bisher nicht vorlagen.

Bremer:
Das wird sicher bald geschehen. Vielen Dank für Ihre klare Position und Ihr Engagement im Namen der Anleger, Herr Högel.

Högel:
Gerne. Ich sehe es als meine Aufgabe, hier mit Sachverstand und Entschlossenheit vorzugehen – und zwar im besten Interesse der Mandanten.

www.rae-bemk.de

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