Ein seltenes Schauspiel mitten im pulsierenden Herzen von New York City: Die ikonische Grand Central Station – sonst ein leuchtendes Symbol amerikanischer Ingenieurskunst – versank am Dienstagabend plötzlich in gespenstische Dunkelheit.
Was normalerweise von Kronleuchtern, Deckenlichtern und der berühmten Sternenhimmeldecke in sanftem Licht erstrahlt, lag für mehrere Minuten im finsteren Schweigen. Nur das schwache Flackern von Smartphone-Taschenlampen bewegte sich durch die historische Bahnhofshalle, während verwunderte Pendler und Touristen orientierungslos ihre Wege suchten.
Videos auf Plattformen wie X (ehemals Twitter) und TikTok zeigen, wie sich Hunderte Menschen mit improvisiertem Licht durch das über 100 Jahre alte Gebäude bewegten – eine surreale Szene, fast wie aus einem apokalyptischen Film.
Die Ursache des Stromausfalls war zunächst unklar. Die Betreiberfirma MTA (Metropolitan Transportation Authority) meldete, dass die Stromversorgung nach rund 30 Minuten vollständig wiederhergestellt wurde. Sicherheitskräfte und Bahnpersonal begleiteten die Menschen durch das Dunkel – die Lage blieb ruhig.
Grand Central Terminal, wie der Bahnhof offiziell heißt, wurde 1913 eröffnet und ist nicht nur ein Verkehrsknotenpunkt, sondern auch ein architektonisches Juwel. Mehr als 750.000 Menschen passieren ihn täglich. Der Stromausfall unterbrach den dichten Takt der Stadt – und schenkte ihr zugleich einen Moment der Stille und Unwirklichkeit.
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