Ein geplanter Brandanschlag auf eine bekannte palästinensische Aktivistin in New York ist in letzter Minute verhindert worden. US-Behörden sprechen von einem gezielten Angriff – und von einer Bedrohung, die weit über den Einzelfall hinausgeht.
Nach Angaben von FBI und New Yorker Polizei wurde ein 23-jähriger Mann aus New Jersey festgenommen, während er bereits Molotowcocktails zusammenbaute. Ermittler hatten ihn zuvor über Wochen hinweg verdeckt überwacht.
Das Ziel: das Wohnhaus der Aktivistin Nerdeen Kiswani in Brooklyn.
Laut Anklageschrift hatte der Verdächtige detaillierte Vorstellungen:
Bereits Anfang März soll er das Haus ausgespäht haben.
Als Ermittler schließlich zugriffen, waren bereits acht funktionsfähige Brandsätze fertiggestellt.
Der Durchbruch gelang durch einen verdeckten Ermittler, mit dem der Verdächtige seine Pläne offen besprach. Treffen, Fahrten zum Tatort und konkrete Bauanleitungen – alles wurde dokumentiert.
Die Behörden griffen ein, bevor der Plan umgesetzt werden konnte.
Nerdeen Kiswani selbst wurde laut eigenen Angaben direkt vom FBI informiert.
Ihre Reaktion ist bemerkenswert nüchtern:
Sie sei „geschockt“, aber nicht überrascht. Wer sich öffentlich für Palästina einsetze, müsse mit solchen Bedrohungen rechnen.
Der Fall steht exemplarisch für eine zunehmende Radikalisierung im Umfeld des Nahostkonflikts – auch weit entfernt von der eigentlichen Kriegsregion.
Aktivisten, insbesondere mit klaren politischen Positionen, geraten zunehmend ins Visier extremistischer Einzelpersonen.
Der vereitelte Anschlag zeigt, wie schnell politische Spannungen in konkrete Gewalt umschlagen können.
Dass der Angriff verhindert wurde, ist ein Erfolg der Sicherheitsbehörden.
Dass er überhaupt geplant wurde, ist ein deutliches Warnsignal.
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