Oscarpreisträger George Clooney und seine Frau, Menschenrechtsanwältin Amal Clooney, haben gemeinsam mit ihren achtjährigen Zwillingen Alexander und Ella offiziell die französische Staatsbürgerschaft erhalten. Ein Schritt, den Ex-US-Präsident Donald Trump prompt mit einer hämischen Botschaft auf seiner Plattform Truth Social kommentierte.
„Gute Nachrichten! George und Amal Clooney, zwei der schlechtesten politischen Voraussager aller Zeiten, sind jetzt offiziell französische Staatsbürger – ein Land, das gerade unter einer massiven Kriminalitätswelle leidet, dank ihrer katastrophalen Einwanderungspolitik, ganz wie unter Sleepy Joe Biden“, schrieb Trump am 31. Dezember.
Dabei legte er noch nach: Clooney sei nie ein echter Filmstar gewesen, sondern nur ein „durchschnittlicher Typ, der ständig über gesunden Menschenverstand in der Politik meckert“. Sein Fazit: „Make America Great Again!“
Clooney lässt sich nicht aus der Ruhe bringen
Doch George Clooney reagierte gelassen – und schoss mit feinem Sarkasmus zurück:
„Ich stimme dem aktuellen Präsidenten völlig zu: Wir müssen Amerika wieder großartig machen. Wir fangen im November damit an“, erklärte er in einem Statement, das zuerst vom Hollywood Reporter veröffentlicht und auch USA TODAY vorlag.
Warum Frankreich?
In einem Interview mit Esquire hatte Clooney bereits im Oktober erklärt, warum er mit seiner Familie aufs Land nach Frankreich zieht. Die Entscheidung sei gefallen, damit die Kinder fernab des Hollywood-Trubels aufwachsen könnten – ohne Dauerfokus der Paparazzi und ohne den Druck, ständig mit anderen Promikindern verglichen zu werden.
„In Frankreich interessiert sich einfach niemand für Ruhm“, sagte Clooney. „Ich will nicht, dass meine Kinder durch Los Angeles laufen und sich ständig beobachtet fühlen.“
Zudem lebe man auf einer Farm. „Keine iPads, dafür echtes Abendessen mit Erwachsenen – und sie müssen ihre Teller selbst abräumen. Ein besseres Leben.“
Trump gegen Clooney – ein altes Spiel
Es ist nicht das erste Mal, dass Trump gegen Clooney stichelt. Bereits im Frühjahr bezeichnete er ihn als „zweitklassigen Filmstar und gescheiterten Politik-Experten“, nachdem Clooney in einem TV-Interview über die Bedeutung der Pressefreiheit sprach. Clooneys Reaktion damals: „Ich kenne Donald Trump seit Langem. Es ist nicht mein Job, dem Präsidenten zu gefallen.“
Auch Elon Musk habe sich schon kritisch geäußert, aber das sei ihr gutes Recht – genauso wie es sein gutes Recht sei, eine andere Sichtweise zu vertreten, so Clooney.
Die Fehde bleibt also lebendig – doch während Trump Marmor für seinen geplanten Ballsaal im Weißen Haus shoppt, pflanzt George Clooney offenbar lieber Gemüse im französischen Boden.
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