Der Generalbundesanwalt hat Anklage gegen eine mutmaßlich rechtsextreme Gruppierung erhoben, die sich selbst als „Sächsische Separatisten“ bezeichnete. Nach Recherchen des MDR richtet sich die Anklage gegen acht Personen, denen unter anderem die Gründung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen wird.
Ehemaliger AfD-Politiker unter den Beschuldigten
Besonders brisant: Unter den Angeklagten befindet sich auch ein früherer AfD-Politiker. Ihm wird zusätzlich versuchter Mord zur Last gelegt. Die Ermittler werfen ihm vor, bei einem Treffen der Gruppe einen Anschlag vorbereitet zu haben.
Vorbereitung auf einen „Tag X“
Die Bundesanwaltschaft hatte die acht Personen bereits im November festnehmen lassen. Laut den Ermittlungen sollen sie sich in der Vergangenheit regelmäßig zu paramilitärischen Trainings und Schießübungen getroffen haben. Ziel sei es gewesen, sich auf einen sogenannten „Tag X“ vorzubereiten – also den Zeitpunkt, an dem sie gewaltsam Teile Ostdeutschlands unter ihre Kontrolle bringen wollten.
Gefährliche Mischung aus Ideologie und Gewaltbereitschaft
Die Gruppe soll nicht nur über Waffen verfügt, sondern auch ein detailliertes Szenario entwickelt haben, wie staatliche Strukturen destabilisiert und durch eigene „Ordnungseinheiten“ ersetzt werden könnten. Die Bundesanwaltschaft wertet dies als klaren Beleg für den terroristischen Charakter der Vereinigung.
Nächster Schritt: Prozess vor dem Oberlandesgericht
Die Anklageschrift wird nun dem zuständigen Oberlandesgericht vorgelegt. Dort soll entschieden werden, ob es zu einem Hauptverfahren kommt. Angesichts der Schwere der Vorwürfe gilt es als wahrscheinlich, dass sich die acht Beschuldigten in absehbarer Zeit vor Gericht verantworten müssen.
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