US-Präsident Donald Trump verschärft im Rahmen seiner Anti-Drogen-Politik erneut den Ton. Per Präsidialdekret hat er das synthetische Schmerzmittel Fentanyl als „Massenvernichtungswaffe“ eingestuft und bezeichnet den illegalen Handel mit der Substanz als unmittelbare Bedrohung für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten.
In dem Dekret wird Fentanyl nicht mehr primär als Betäubungsmittel, sondern als eine Art chemische Waffe eingeordnet. Wörtlich heißt es, illegal gehandeltes Fentanyl ähnele „eher einer chemischen Waffe als einem Betäubungsmittel“. Besonders alarmierend sei laut dem Dokument die Möglichkeit, dass die Substanz gezielt für „konzentrierte, großangelegte Terrorangriffe durch organisierte Gegner“ eingesetzt werden könne. Dies stelle eine ernsthafte Bedrohung für die USA dar.
Trump selbst unterstrich die Dramatik seiner Entscheidung mit drastischen Worten. „Keine Bombe hat eine solche Wirkung“, sagte der Präsident über das Opioid. Zudem behauptete er, jährlich würden „200.000 bis 300.000 Menschen“ durch Fentanyl ums Leben kommen – eine Zahl, die deutlich über den offiziellen Statistiken liegt.
Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörden starben im vergangenen Jahr schätzungsweise rund 80.000 Menschen an Überdosen. Etwa 48.000 dieser Todesfälle werden dem Missbrauch von Schmerzmitteln zugerechnet, darunter auch Fentanyl. Experten weisen seit Jahren darauf hin, dass insbesondere illegal hergestelltes und oft extrem hoch dosiertes Fentanyl eine zentrale Rolle in der amerikanischen Opioidkrise spielt.
Mit dem neuen Dekret erhalten US-Behörden weitreichendere Befugnisse im Kampf gegen die Droge. Das Justizministerium soll verstärkt Ermittlungen gegen Händler und Hintermänner einleiten, während das Heimatschutzministerium den Auftrag erhält, internationale Schmugglernetzwerke und Lieferketten offenzulegen. Auch Vorläufersubstanzen, die zur Herstellung von Fentanyl genutzt werden, stehen verstärkt im Fokus der Maßnahmen.
Die Einstufung als Massenvernichtungswaffe verleiht dem Thema eine sicherheitspolitische Dimension und ermöglicht es der Regierung, härtere Instrumente einzusetzen als bislang im klassischen Drogenrecht vorgesehen.
Kritiker werfen Trump vor, mit überhöhten Zahlen und martialischer Rhetorik Angst zu schüren. Befürworter sehen hingegen ein bewusst gesetztes politisches Signal: Fentanyl soll nicht länger nur als Gesundheitsproblem betrachtet werden, sondern als strategische Gefahr für Staat und Gesellschaft.
Fest steht: Mit dem Dekret rückt der Kampf gegen Fentanyl in den USA auf eine neue Eskalationsstufe – rechtlich, politisch und rhetorisch.
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