Startseite Allgemeines GB:Starmer wurde vor Mandelsons Epstein-Verbindungen gewarnt
Allgemeines

GB:Starmer wurde vor Mandelsons Epstein-Verbindungen gewarnt

Foto-Rabe (CC0), Pixabay
Teilen

Der britische Premierminister Keir Starmer wurde vor der Ernennung von Peter Mandelson zum britischen Botschafter in den USA vor möglichen Reputationsrisiken gewarnt. Das geht aus Dokumenten hervor, die von der britischen Regierung veröffentlicht wurden.

In einem Prüfbericht vom Dezember 2024, der Starmer von seinem Sicherheits- und Vetting-Team vorgelegt wurde, wird ausdrücklich auf Mandelsons frühere Kontakte zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hingewiesen. Die Beamten stuften diese Verbindung als „allgemeines Reputationsrisiko“ ein.

Kontakte zu Epstein auch nach Verurteilung

Dem Bericht zufolge blieb der Kontakt zwischen Mandelson und Epstein auch nach dessen Verurteilung im Jahr 2008 bestehen. Die Beziehung habe sich demnach zwischen 2009 und 2011 fortgesetzt – sowohl während Mandelsons Zeit als britischer Wirtschaftsminister als auch danach.

In den Unterlagen heißt es außerdem, Mandelson habe im Juni 2009 in Epsteins Haus übernachtet, obwohl sich der Finanzier zu dieser Zeit bereits im Gefängnis befand.

Die engen Kontakte zwischen Mandelson und Epstein waren zwar schon länger öffentlich bekannt. Doch Dokumente aus den in den USA veröffentlichten Epstein-Akten lieferten erstmals detailliertere Hinweise auf Umfang und Dauer der Beziehung.

Kritik an Starmers Entscheidung

Starmer geriet deshalb zunehmend unter politischen Druck, nachdem er Mandelson dennoch im vergangenen Jahr zum Botschafter in Washington ernannt hatte. Kritiker werfen dem Premierminister vor, die möglichen Folgen für das Ansehen Großbritanniens unterschätzt zu haben.

Im September 2025 entließ Starmer Mandelson schließlich aus dem Amt, nachdem eine erste Veröffentlichung von Epstein-Dokumenten für zusätzliche Kontroversen gesorgt hatte.

Eine weitere Aktenveröffentlichung im Januar löste erneut Empörung aus. Daraufhin erklärte sich die britische Regierung bereit, offenzulegen, welche Informationen über Mandelsons Epstein-Verbindungen bereits vor seiner Ernennung bekannt waren.

Zweifel am Prüfverfahren

Die jetzt veröffentlichten Unterlagen zeigen zudem, dass auch innerhalb der Regierung Zweifel bestanden. Jonathan Powell, Starmers nationaler Sicherheitsberater, bezeichnete die Ernennung laut den Dokumenten als „ungewöhnlich“ und erklärte, der Auswahlprozess sei „merkwürdig überstürzt“ gewesen.

Der britische Kabinettsminister Darren Jones sagte im Parlament, die Akten zeigten deutlich, dass das Prüfverfahren nicht den notwendigen Standards entsprochen habe.

Ermittlungen gegen Mandelson

Zusätzlichen politischen Sprengstoff erhielt die Affäre, als die britische Polizei Mandelson im vergangenen Monat wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch festnahm. Hintergrund sind Dokumente aus den USA, die darauf hindeuten sollen, dass Mandelson vertrauliche Regierungsinformationen an Epstein weitergegeben haben könnte.

Mandelson wurde nach einer Befragung wieder freigelassen, die Ermittlungen dauern jedoch an.

Der ehemalige Botschafter bestreitet strafrechtliches Fehlverhalten. Zugleich erklärte er mehrfach, er empfinde „tiefes Bedauern“ über seine frühere Freundschaft mit Epstein und das Leid von dessen Opfern.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Hohe KI-Ausgaben könnten Metas Aktie 2026 belasten

Der US-Technologiekonzern Meta Platforms plant, seine Investitionen in Künstliche Intelligenz deutlich zu...

Allgemeines

Plüschtiere zur Fußball-WM 2026: Squishmallows bringen offizielle Maskottchen auf den Markt

Weniger als 100 Tage vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 bringt der...

Allgemeines

Sarah Ferguson kritisierte Epstein öffentlich – entschuldigte sich privat bei ihrem „besonderen Freund“

Neue Dokumente aus den sogenannten Epstein-Akten des US-Justizministeriums werfen ein neues Licht...

Allgemeines

TGI AG: Wo bleibt die nachvollziehbare plausible und überzeugende Erklärung des Geschäftsmodells?

Bis heute fehlt vor allem eines: eine faktenbasierte und nachvollziehbare plausible Erklärung...