Es braucht manchmal nur zwei Zeilen, um ein ganzes Fanuniversum in Ekstase zu versetzen. Fast 50 Jahre nach ihrer ersten gemeinsamen Platte sorgen Stevie Nicks und Lindsey Buckingham, das wohl ikonischste Ex-Paar der Rockgeschichte, erneut für Aufsehen – mit nichts weiter als handschriftlichen Botschaften auf X (vormals Twitter).
„And if I go forward …“, schrieb Nicks in ihrer charakteristisch verschnörkelten Handschrift.
„I’ll meet you there“, konterte Buckingham auf seinem eigenen Profil – in anderer Handschrift, aber deutlich als Antwort erkennbar.
Die kryptischen Zeilen stammen aus „Frozen Love“, dem Schlusstitel ihres gemeinsamen Albums Buckingham Nicks von 1973. Ein Song, der seinerzeit ihr musikalisches Talent besiegelte – und sie kurz darauf zu Fleetwood Mac führte.
Revival alter Magie?
Auch Mick Fleetwood, Gründungsmitglied und Drummer der Band, goss Öl ins Nostalgie-Feuer: Auf Instagram postete er ein Video, in dem er genau diesen Song hört – mit den Worten: „Magic then, magic now.“
Ob es sich dabei um eine wohlkalkulierte PR-Aktion, eine zarte künstlerische Annäherung oder bloß sentimentales Spiel mit Erwartungen handelt, bleibt unklar. Fest steht: Die Reaktionen im Netz reichen von ungläubiger Begeisterung bis zu vorsichtigen Spekulationen über ein mögliches neues Projekt.
Geschichte einer musikalischen Wunde
Die Verbindung zwischen Nicks und Buckingham ist mehr als Rock’n’Roll-Romantik – sie war ein kreativer Vulkanausbruch, der Fleetwood Mac mit Alben wie Rumours (1977) in den Pop-Olymp katapultierte. Songs wie „Go Your Own Way“ oder „Silver Springs“ gelten als klingende Beziehungsprotokolle, so schmerzhaft wie brillant.
Nach Jahren der Funkstille, Streitigkeiten und Versöhnungen standen Nicks und Buckingham nur selten gemeinsam auf der Bühne. Ein öffentliches Zerwürfnis 2018 – Buckingham wurde aus der Band ausgeschlossen – schien das letzte Kapitel zu besiegeln.
Ein neues Kapitel?
Ob es nun auf ein neues gemeinsames Album, eine Tournee oder vielleicht nur einen nostalgischen Auftritt hinausläuft – niemand weiß es. Und wie bei Rumours ist genau das der Reiz: Das Unausgesprochene, das Ungewisse, das Emotionale zwischen den Zeilen.
Oder wie es ein Fan in den Kommentaren formulierte: „Fleetwood Mac war nie nur Musik. Es war ein Drama in Moll und Dur.“
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