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„Friss oder stirb“ – Die Trump’sche Friedensvision, powered by Moskau

vgyk13 (CC0), Pixabay
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Ach, wie wunderbar diplomatisch: Donald Trump – der Meister subtiler Zwischentöne – hat der Ukraine ein „Friedensangebot“ vorgelegt. Oder war es eine freundliche Erpressung mit Deadline? Denn laut Trump muss Selenskyj den 28-Punkte-Plan bis Donnerstag „mögen“. Sonst: Pech gehabt. Waffen, Geld, Unterstützung? Tja, dann eben nicht mehr.

 US-Außenpolitik à la Trump: Dein Problem, Europa

Trump macht klar: Wenn Selenskyj nicht unterschreibt, ist er raus. Und Europa gleich mit. Die US-Botschaft:

„Wir haben da ein Abkommen mit Russland. Es ist vage, es ist einseitig, es bevorzugt Moskau – und ihr habt’s zu schlucken. Oder ihr kämpft allein weiter.“

Wie tröstlich! Jahrzehnte der NATO-Partnerschaft, eingetauscht gegen das neue transatlantische Motto:

„Good luck and Godspeed, Europe – you’re on your own.“

 28 Punkte für den Frieden – oder zumindest für Putin

Highlights aus dem „Plan“:

  • Russland soll „erwartungsgemäß“ nicht mehr einmarschieren (Punkt 3).
    Klingt vertrauenswürdig. Total bindend.

  • Sicherheitsgarantien für die Ukraine? Klar, irgendwo im Nebensatz, ohne Details.

  • Und das Beste: Europa soll russische Gelder freigeben – weil Washington es will.
    Wer braucht schon Souveränität, wenn Trump der Chef ist?

Waffen, Geld, Geheimdienste? Gibt’s nur bei guter Führung

Trump sagt im Prinzip:

„Wenn ihr brav seid, verkaufen wir euch vielleicht Waffen über ein 90-Milliarden-Dollar-Fonds. Wenn nicht – viel Spaß mit euren Drohnen.“

Immerhin: 90 % der ukrainischen Drohnen sind mittlerweile „Made in Ukraine“.
Vielleicht braucht man ja gar keine Patriots mehr – nur einen guten Akkuschrauber und etwas Optimismus?

Geheimdienstinformationen – exklusiv für gehorsame Freunde

Die USA hatten im März schon mal den Informationshahn zugedreht – zur Erziehung.
Denn ohne US-Daten können Patriot und IRIS-T nicht viel ausrichten.
Selenskyj darf sich also fragen:

„Was ist mir lieber – Autonomie oder funktionierende Luftabwehr?“

 Ein Sonderangebot – jetzt mit 50 % US-Gewinnbeteiligung

Ja, richtig gelesen: Die USA möchten 50 % der Gewinne aus den eingefrorenen russischen Vermögen, die in den Wiederaufbau der Ukraine fließen.
Was für ein großzügiger Akt der Solidarität – auf Provisionsbasis.

 Der letzte Akt: Europa, übernehmen Sie!

Während Trump den Helden der Deeskalation spielt, bleiben die Europäer sprachlos zurück.
Polite rejection? Eher höflich fassungslos.
Denn: Wenn die USA sich zurückziehen, steht Europa allein gegen Putins Expansionsdrang.
Herzlichen Glückwunsch, Brüssel – Sie sind jetzt Sicherheitsmacht wider Willen.

Fazit (sarkastisch, natürlich):

Die „Witkoff-Dmitriev-Diplomatie“ könnte schon bald in die Geschichte eingehen – in eine sehr dunkle Ecke:

  • Molotow-Ribbentrop brachte den Zweiten Weltkrieg.

  • Jalta brachte den Kalten Krieg.

  • Und Trumps Deal? Vielleicht den Anfang vom Ende der Nachkriegsordnung.

Aber hey – immerhin wird dabei niemand mehr durch „übertriebene westliche Prinzipientreue“ gestört.
So viel Pragmatismus hätte Chamberlain sich damals auch gewünscht.

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