Der französischen Marine ist ein bedeutender Schlag gegen den internationalen Drogenschmuggel gelungen: Vor der Küste Westafrikas wurden 9,6 Tonnen Kokain sichergestellt. Der Marktwert der beschlagnahmten Drogen wird auf rund 610 Millionen US-Dollar (etwa 540 Millionen Euro) geschätzt.
Die Drogen befanden sich an Bord eines nicht registrierten Fischerbootes, das im Golf von Guinea operierte. Zwei französische Marineschiffe, die im Rahmen der Operation Corymbe in der Region im Einsatz sind, fingen das Schiff am Montag ab. Grundlage für den Zugriff war ein Hinweis von internationalen Drogenfahndern, der französischen Marineaufklärung sowie der britischen National Crime Agency.
Golf von Guinea als Umschlagplatz für Kokain nach Europa
Der Golf von Guinea, der sich entlang der westafrikanischen Küste erstreckt, gilt seit Längerem als wichtiger Umschlagplatz im weltweiten Kokainhandel – insbesondere für Lieferungen aus Südamerika mit Ziel Europa. In den letzten Monaten kam es dort zu mehreren größeren Drogenfunden. Die Region war zudem lange Zeit ein Hotspot für maritime Piraterie, weshalb Frankreich bereits seit 1990 Marineschiffe im Rahmen von Operation Corymbe entsendet.
Die französische Atlantische Meerespräfektur bezeichnete den aktuellen Zugriff als Ergebnis einer „reibungslosen Zusammenarbeit nationaler und internationaler Akteure“ im Kampf gegen den Drogenschmuggel. Seit Jahresbeginn seien allein im Einsatzgebiet der Operation Corymbe bereits 54 Tonnen Drogen sichergestellt worden.
Größter Fund seit März 2023
Der jüngste Fund zählt zu den größten Drogenbeschlagnahmungen der letzten Jahre in der Region. Den bisherigen Rekord hatte die französische Marine im März 2023 aufgestellt, als sie vor der westafrikanischen Küste 10,7 Tonnen Kokain sicherte – der bislang größte Einzelfund dieser Art in Westafrika.
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