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Fragen an US-Verteidigungsminister: War die US-Armee für Angriff auf iranische Schule verantwortlich?

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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Nach einem tödlichen Angriff auf eine Grundschule im iranischen Minab wächst in den USA der politische Druck auf Verteidigungsminister Pete Hegseth. Mehrere demokratische Senatoren verlangen Aufklärung darüber, ob US-Streitkräfte versehentlich für den Angriff verantwortlich sein könnten.

Nach Angaben iranischer Behörden wurden bei dem Angriff 168 Menschen getötet, darunter etwa 110 Kinder.

Demokratische Senatoren verlangen Aufklärung

Nahezu alle demokratischen Mitglieder des US-Senats haben einen Brief an das Verteidigungsministerium unterzeichnet. Darin stellen sie detaillierte Fragen zu dem Vorfall und wollen wissen:

  • ob die USA den Angriff durchgeführt haben

  • welche Zielinformationen verwendet wurden

  • ob möglicherweise veraltete oder falsche Geheimdienstinformationen zum Angriff geführt haben

Zudem fragen die Senatoren, ob bei der militärischen Planung die Regeln zur Vermeidung von Kriegsverbrechen eingehalten wurden.

Der demokratische Senator Gary Peters, Mitglied des Streitkräfteausschusses, bezeichnete den Vorfall als „schreckliche Tragödie“.

„Wir müssen so schnell wie möglich herausfinden, was genau passiert ist“, sagte er.

Erste Hinweise auf US-Beteiligung

Nach Berichten mehrerer US-Medien gehen erste interne Bewertungen amerikanischer Ermittler davon aus, dass US-Streitkräfte wahrscheinlich verantwortlich gewesen sein könnten – allerdings nicht absichtlich.

Demnach könnte der Angriff erfolgt sein, weil alte Geheimdienstinformationen die Gegend noch immer als militärisches Ziel ausgewiesen hätten.

Früher befand sich in der Nähe der Schule offenbar ein Stützpunkt der iranischen Revolutionsgarden (IRGC).

Hinweise auf Tomahawk-Marschflugkörper

Videoanalysen von Experten deuten darauf hin, dass bei dem Angriff Tomahawk-Marschflugkörper eingesetzt wurden. Diese Raketen gelten als typische Waffen des US-Militärs.

Ein von iranischen Medien veröffentlichtes Video zeigt offenbar eine Rakete kurz vor dem Einschlag in der Nähe der Schule. Experten sehen darin Hinweise auf mehrere Angriffe mit Tomahawk-Missilen.

Weder Israel noch Iran verfügen nach aktuellen Erkenntnissen über diese Waffe.

Pentagon kündigt Untersuchung an

Das US-Verteidigungsministerium erklärte, man werde auf den Brief der Senatoren reagieren. Verteidigungsminister Hegseth betonte bereits zuvor, dass die USA keine zivilen Ziele angreifen und der Vorfall untersucht werde.

Auch Präsident Donald Trump äußerte sich zurückhaltend. Auf Nachfrage erklärte er:

„Ich weiß nicht genug darüber.“

Er fügte hinzu, er wolle zunächst den Abschluss der militärischen Untersuchung abwarten.

Israel weist Verantwortung zurück

Israel erklärte, man habe keine Operationen in diesem Gebiet durchgeführt. Nach Angaben israelischer Behörden sei ein Angriff in der Region nicht mit der israelischen Armee abgestimmt gewesen.

Schwere zivile Schäden im Krieg

Seit Beginn der gemeinsamen US-israelischen Angriffe auf Iran am 28. Februar berichten Beobachter von zahlreichen Schäden an zivilen Einrichtungen, darunter auch Krankenhäuser und historische Gebäude.

Der Konflikt hat inzwischen zu hunderten zivilen Todesopfern geführt, während Iran im Gegenzug Raketen- und Drohnenangriffe auf Israel sowie auf US-Verbündete im Nahen Osten gestartet hat.

Sollte sich eine US-Verantwortung für den Angriff auf die Schule bestätigen, wäre dies laut Experten einer der schwersten Vorfälle mit zivilen Opfern in US-Militäreinsätzen der vergangenen Jahrzehnte im Nahen Osten.

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