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Fortnite-Hersteller Epic Games streicht mehr als 1000 Jobs

JLS-Creation (CC0), Pixabay
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Trotz des anhaltenden Erfolgs von „Fortnite“ steckt Epic Games in Schwierigkeiten. Der Konzern reagiert mit einem massiven Stellenabbau – zum zweiten Mal in wenigen Jahren. Firmenchef Tim Sweeney spricht von sinkender Nutzung, steigenden Kosten und harten Einschnitten.

Der US-Spielekonzern Epic Games, bekannt als Entwickler des Onlinehits „Fortnite“, baut erneut massiv Stellen ab. Mehr als 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlieren ihren Job, wie Firmenchef Tim Sweeney in einer internen Mitteilung erklärte.

Als Hauptgrund nennt das Unternehmen einen deutlichen Rückgang der Nutzung von „Fortnite“ seit 2025. Die Entwicklung habe dazu geführt, dass Epic „deutlich mehr ausgegeben als eingenommen“ habe, schrieb Sweeney. Man müsse nun „große Einschnitte“ vornehmen, um das Unternehmen finanziell stabil zu halten.

Zusammen mit bereits identifizierten Einsparungen in Höhe von 500 Millionen Dollar solle der Konzern dadurch wieder auf eine solidere Basis gestellt werden.

„Fortnite“ schwächelt – trotz Kultstatus

„Fortnite“ gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten Games der Welt. Doch selbst ein Milliarden-Franchise ist offenbar nicht immun gegen Ermüdungseffekte. Laut Sweeney kämpft Epic damit, den Spielern in jeder neuen Saison wieder dieselbe Faszination zu bieten – das, was er als „Fortnite-Magie“ bezeichnet.

Hinzu kommen Probleme beim mobilen Geschäft. Nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten mit Apple und Google war „Fortnite“ erst 2025 in den US-App-Store von Apple zurückgekehrt – fast fünf Jahre nach dem Rauswurf wegen eines Streits um das Bezahlsystem.

Epic hatte zuletzt sogar den Preis der Ingame-Währung V-Bucks erhöht – offiziell, um gestiegene Betriebskosten abzufedern.

Kein KI-Thema – sagt zumindest Epic

Sweeney betonte ausdrücklich, die Entlassungen hätten nichts mit Künstlicher Intelligenz zu tun. „Da das jetzt offenbar immer die Frage ist: Die Entlassungen stehen nicht im Zusammenhang mit KI“, schrieb er.

Es ist bereits die zweite große Entlassungswelle in kurzer Zeit. Schon im September 2023 hatte Epic rund 830 Stellen gestrichen – damals etwa 16 Prozent der Belegschaft.

Branche im Krisenmodus

Epic steht mit dem Sparkurs nicht allein. Die Games-Industrie erlebt seit Monaten eine neue Entlassungswelle. Erst Anfang März kündigte auch Electronic Arts Stellenkürzungen im Umfeld der „Battlefield“-Reihe an.

Der Boom ist vorbei. Jetzt beginnt in der Branche die Phase der harten Korrektur.

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