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Flutkatastrophe in Texas: Zahl der Vermissten in Kerr County auf drei gesenkt

geralt (CC0), Pixabay
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Nach der verheerenden Flutkatastrophe am Unabhängigkeitstag (4. Juli) hat sich die Zahl der in Kerr County vermissten Personen drastisch reduziert: Von ursprünglich 97 gelten laut offiziellen Angaben nun nur noch drei Menschen als vermisst.

„Dank intensiver Zusammenarbeit zwischen staatlichen und lokalen Behörden konnten viele Personen als wohlauf bestätigt werden,“ so die Stadt Kerrville in einer Pressemitteilung.

Die Überschwemmungen entlang des Guadalupe River gelten als eine der tödlichsten Naturkatastrophen in der Geschichte Texas. Mindestens 135 Menschen kamen im gesamten Bundesstaat ums Leben – davon 107 allein in Kerr County, darunter 37 Kinder.


🚨 Was geschah am 4. Juli?

  • In der Nacht zum Feiertag fielen innerhalb weniger Stunden Regenmengen wie sonst in mehreren Monaten.

  • Der Pegel des Guadalupe River stieg in 45 Minuten von 1 auf über 9 Meter.

  • Häuser, Straßen, Fahrzeuge und Bäume wurden weggespült.

  • Besonders betroffen war das Mädchenlager „Camp Mystic“, wo 27 Kinder und Betreuerinnen ums Leben kamen.

Viele Opfer waren Touristen, die zum Nationalfeiertag in die Region gereist waren. Das machte es für Behörden besonders schwer, eine vollständige Vermisstenliste zu erstellen.


🔍 Umfangreiche Such- und Rettungsaktion

  • Über 1.000 Einsatzkräfte sowie tausende Freiwillige sind im Einsatz.

  • Mehr als 60 Kilometer Flusslauf wurden durchsucht – mithilfe von Drohnen, Hubschraubern, Booten, Hunden und Maultieren.

  • Auch Spezialteams aus Mexiko unterstützen bei der Bergung.

  • Sheriff Larry Leitha rechnet mit mehreren Monaten für die vollständige Aufarbeitung – bis zu sechs Monate könnten nötig sein.


🏚️ Kritik an Vorbereitung und Reaktion

Der plötzliche Anstieg des Flusses hat Fragen nach der Katastrophenvorsorge aufgeworfen:

  • Gab es ausreichende Warnsysteme?

  • Warum kamen Warnungen zu spät?

  • War die Lage der Camps und Wohnsiedlungen entlang des Flussbetts angemessen?


📋 Nächste Schritte und politische Reaktionen

Gouverneur Greg Abbott kündigte eine Sondersitzung des texanischen Parlaments an (ab 21. Juli). Auf der Agenda:

  • Verbesserte Warnsysteme für Hochwasser

  • Stärkere Koordination bei Katastrophenschutz und Kommunikation

  • Schnellere Hilfen für Flutopfer

  • Überarbeitung von Gesetzen zur besseren Katastrophenvorsorge

„Diese Flut hat mehr Menschenleben in Kerrville gefordert als Hurrikan Harvey – das zeigt das gewaltige Ausmaß dieser Tragödie“, sagte Abbott.


🤝 Unterstützung für Betroffene

Ein Wiederaufbauzentrum kümmert sich nun vorrangig um:

  • Unterkünfte für obdachlos gewordene Familien

  • Finanzielle und psychologische Unterstützung

  • Beratung zu Versicherungen und Wiederaufbauhilfen

Am kommenden Dienstag soll in Kerrville ein weiteres Treffen für Betroffene stattfinden.


🧭 Fazit

Trotz sinkender Vermisstenzahlen bleibt das Ausmaß der Katastrophe historisch. Die Ereignisse werfen grundlegende Fragen auf – nicht nur zur Krisenvorsorge, sondern auch zum Schutz von Gästen und Bewohnern in gefährdeten Regionen. Die politische Aufarbeitung hat begonnen, doch für viele Betroffene ist die Rückkehr in ein normales Leben noch lange nicht in Sicht.

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