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Flugkürzungen an 40 US-Großflughäfen wegen Regierungsstillstand – Verkehrsministerium warnt vor Folgen

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay
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Aufgrund des anhaltenden Stillstands der US-Bundesregierung wird es ab Freitag, den 7. November, zu einer Reduzierung des Flugverkehrs um 10 % an 40 großen Flughäfen kommen. Das teilte Verkehrsminister Sean Duffy in einer Pressekonferenz mit.

Überlastung der Fluglotsen zwingt zu Maßnahmen

Hintergrund der Kürzungen sind zunehmender Stress und Überlastung der Fluglotsen, die trotz ausbleibender Bezahlung als „essenzielle Arbeitskräfte“ weiterhin Dienst leisten müssen. Viele von ihnen arbeiten bereits sechs Tage pro Woche, wie Bryan Bedford, Leiter der US-Luftfahrtbehörde FAA, erklärte. Man sehe bereits deutliche Anzeichen von Ermüdung, die die Sicherheit im Luftraum gefährden könnten.

„Wir wollen gezielt und wirksam entlasten – ohne dabei die Flugsicherheit zu gefährden“, so Bedford.

Keine Angaben zu Dauer oder betroffenen Flughäfen

Zwar steht fest, dass die Kürzungen ab Freitagmorgen gelten, doch wurde bisher nicht bekannt gegeben, welche Flughäfen genau betroffen sind oder wie lange die Einschränkungen andauern werden.

Laut Duffy beruhen die Kürzungen auf analysierten Belastungsschwerpunkten, nicht auf der Zahl der Flüge pro Standort. Man arbeite eng mit den Fluggesellschaften zusammen, um die Änderungen geordnet umzusetzen.

Airlines reagieren zurückhaltend

Einige Fluggesellschaften äußerten sich bereits vorsichtig. Southwest Airlines kündigte an, die Auswirkungen zu prüfen und Kunden „so schnell wie möglich“ zu informieren. Eine Sprecherin betonte:

„Nichts ist uns wichtiger als die Sicherheit unserer Passagiere und Mitarbeitenden.“

Andere Airlines, wie United oder Delta, gaben zunächst keine Stellungnahme ab.

Shutdown verstärkt alte Probleme

Schon vor dem Regierungsstillstand hatte die FAA mit chronischem Personalmangel zu kämpfen. Viele Einrichtungen mussten mit Pflichtüberstunden den Betrieb aufrechterhalten. Besonders deutlich wurde das im Frühjahr, als es nach technischen Problemen am Flughafen Newark zu vermehrten Krankmeldungen und Flugausfällen kam.

Der Shutdown verschärft die Situation zusätzlich: Viele Beschäftigte sind gezwungen, Nebenjobs anzunehmen, um ihre Familien zu versorgen – trotz der Aussicht auf Nachzahlung, sobald die Regierung wieder arbeitsfähig ist.

Passagierrechte bei Verspätungen

Reisende, deren Flüge aufgrund der Kürzungen storniert werden, haben Anspruch auf eine vollständige Rückerstattung, wenn sie keine alternative Verbindung akzeptieren. Allerdings gelten Personalengpässe bei der FAA rechtlich nicht als Verantwortungsbereich der Airlines – somit besteht kein Anspruch auf Entschädigung, wie es bei technischen Problemen der Fall wäre.

Auch Wetter bleibt Störfaktor

Neben Personalmangel bleibt das Wetter ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor. Vor allem Stürme und starker Wind führten zuletzt zu Verspätungen – unabhängig vom Shutdown.


Fazit: Reisende sollten mit weiteren Störungen rechnen

Die Situation bleibt angespannt: Die FAA kämpft mit Unterbesetzung, die Lotsen sind überarbeitet, und der politische Stillstand zeigt erste direkte Auswirkungen auf den Alltag vieler Reisender. Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht – der Appell an den Kongress, den Stillstand zu beenden, wird lauter.


 

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