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UNO zeigt sich tief besorgt über Berichte medizinischer Experimente an Menschen mit Behinderung in Nordkorea

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Der UNO-Ausschuss zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen hat in Genf schwerwiegende Vorwürfe gegen Nordkorea publik gemacht. Demnach gebe es glaubwürdige Hinweise darauf, dass in dem abgeschotteten Land medizinische und wissenschaftliche Experimente an Menschen mit geistigen oder psychosozialen Behinderungen durchgeführt werden. Die Informationen stammen aus mehreren Quellen, darunter Geflüchtete aus Nordkorea, vertrauliche Berichte sowie Einschätzungen des UNO-Sonderberichterstatters, der das Land zuletzt 2017 besuchen durfte.

1. Art der Vorwürfe

  • Experimente in Einrichtungen: Die mutmaßlichen Versuche sollen in pädiatrischen Einrichtungen und Haftanstalten stattfinden.

  • Zwangseingriffe: Besonders gravierend sind Hinweise auf Zwangssterilisationen und Zwangsabtreibungen bei Frauen mit Behinderungen.

  • Kindstötungen: Berichte über gezielte Tötungen von Kindern mit Behinderungen stellen den schwersten Vorwurf dar.

Diese Praktiken würden eklatant gegen internationale Menschenrechtsstandards und die UN-Behindertenrechtskonvention verstoßen, die auch Nordkorea 2016 ratifiziert hat.

2. Bewertung durch die UNO

Der Ausschuss spricht von einer „höchst beunruhigenden“ Lage und betont, dass die Vorwürfe von verschiedenen Quellen übereinstimmend berichtet werden. Für die UNO ergibt sich dadurch ein Bild systematischer Diskriminierung und Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen in Nordkorea.

3. Politischer und gesellschaftlicher Kontext

  • Abschottung: Nordkorea erlaubt internationalen Organisationen kaum Zugang zu Einrichtungen, sodass Berichte schwer überprüfbar sind.

  • Menschenrechte: Das Land gilt seit Jahren als einer der härtesten Menschenrechtsverletzer weltweit. Besonders Gruppen, die nicht in das staatliche Bild von „Nützlichkeit“ passen, wie Menschen mit Behinderungen, sind gefährdet.

  • Instrumentalisierung: Die Vorwürfe fügen sich ein in das bekannte Muster, wonach das Regime Menschen, die nicht in das Idealbild passen, systematisch ausgrenzt oder verschwinden lässt.

4. Folgen und internationale Reaktionen

Die Berichte könnten den Druck auf Nordkorea weiter erhöhen. Internationale Organisationen fordern:

  • unabhängige Untersuchungen vor Ort,

  • Schutzmaßnahmen für besonders gefährdete Gruppen,

  • stärkere internationale Sanktionen, falls sich die Vorwürfe bestätigen.

Allerdings bleibt unklar, wie solche Forderungen umgesetzt werden sollen, solange Nordkorea internationale Beobachter kaum ins Land lässt.

5. Gesamtbewertung

Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, handelt es sich um schwerste Menschenrechtsverletzungen, die nicht nur gegen internationale Normen verstoßen, sondern auch auf eine gezielte staatliche Politik der Unterdrückung und Auslöschung von Menschen mit Behinderungen hinweisen. Die UNO steht damit vor der Herausforderung, Druck auf ein Regime auszuüben, das sich konsequent jeder Kontrolle entzieht. Für die betroffenen Menschen bedeutet dies eine nahezu aussichtslose Lage, da internationale Hilfe kaum Zugang erhält.

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