Die Adv Green Energy GmbH & Co. KG mit Sitz in Hohenbrunn hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 3. März bis zum 31. Dezember 2023 vorgelegt. Die Bilanzsumme beläuft sich auf rund 2,15 Millionen Euro.
Vermögensseite
Das Vermögen setzt sich im Wesentlichen aus Umlaufvermögen zusammen. Dazu gehören Vorräte im Wert von etwa 677.000 Euro, Forderungen von rund 459.000 Euro sowie liquide Mittel in Höhe von rund 727.000 Euro. Das Anlagevermögen fällt mit lediglich 2.384 Euro kaum ins Gewicht.
Eigenkapital
Das ausgewiesene Eigenkapital beträgt zum Stichtag lediglich 2 Euro. Damit steht dem Unternehmen faktisch kein haftendes Eigenkapital zur Verfügung. Bereits ein kleiner Verlust könnte zu einer bilanziellen Überschuldung führen. Zudem wird ein nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil der Kommanditisten von rund 289.000 Euro ausgewiesen.
Fremdkapital
Auf der Passivseite finden sich Rückstellungen in Höhe von 932.000 Euro sowie Verbindlichkeiten von 1,22 Millionen Euro. Davon sind rund 1,18 Millionen Euro kurzfristig fällig. Besonders hervorzuheben ist, dass 243.000 Euro Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen.
Einschätzung
Aus Anlegersicht ergibt sich ein kritisches Bild:
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Das Unternehmen ist fast ausschließlich durch Fremdmittel finanziert.
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Die Liquidität von 727.000 Euro reicht nicht aus, um die kurzfristigen Verpflichtungen von über 1,18 Millionen Euro zu decken.
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Eigenkapital ist praktisch nicht vorhanden, was das Risiko für Kapitalgeber erheblich erhöht.
Fazit
Die Adv Green Energy GmbH & Co. KG zeigt nach dem vorliegenden Abschluss Merkmale einer angespannten finanziellen Lage. Ohne zusätzliche Mittel der Gesellschafter oder externe Finanzierung besteht ein erhebliches Risiko. Für Anleger bedeutet dies ein hohes Verlustpotenzial bis hin zum Totalverlust.

2024
Hier ist eine kritische, aber faire Analyse des Jahresabschlusses der Adv Green Energy GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr 2024:
Bilanzanalyse 2024 – Adv Green Energy GmbH & Co. KG
1. Gesamtüberblick: Starkes Wachstum, aber auch deutliche Risiken
Die Bilanz der Adv Green Energy GmbH & Co. KG zeigt eine deutliche Expansion im Geschäftsjahr 2024. Die Bilanzsumme hat sich fast verdreifacht, von ca. 2,15 Mio. EUR im Vorjahr auf rund 6,38 Mio. EUR. Dieser Anstieg ist bemerkenswert – und wirft Fragen zur Finanzierungsstruktur, Kapitalausstattung und Liquiditätslage auf.
2. Vermögensseite (Aktiva)
2.1 Anlagevermögen
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Das Anlagevermögen ist mit nur 1.490 EUR (Vorjahr: 2.384 EUR) verschwindend gering und besteht ausschließlich aus immateriellen Vermögenswerten.
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Es ist ungewöhnlich, dass ein wachstumsstarkes Unternehmen praktisch keine Sachinvestitionen oder technologisch-strategisches Know-how bilanziert – zumindest nicht in aktivierungsfähiger Form.
2.2 Umlaufvermögen
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Deutlicher Anstieg auf 6,37 Mio. EUR (Vorjahr: 1,86 Mio. EUR).
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Vorräte haben sich massiv erhöht (+430 % auf 3,59 Mio. EUR). Dies deutet auf Lageraufbau oder strategische Vorratshaltung hin, birgt aber auch Risiken bei Absatzschwierigkeiten oder Preisverfall.
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Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben sich mehr als verdoppelt. Ob dies durch gestiegene Umsätze oder eine nachlässige Forderungsbewirtschaftung verursacht wurde, ist nicht ersichtlich.
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Liquidität (Bankguthaben etc.) hat sich ebenfalls mehr als verdoppelt – ein positiver Indikator für kurzfristige Zahlungsfähigkeit.
2.3 Rechnungsabgrenzungsposten
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Mit 9.818 EUR ist dieser Posten klein, weist aber darauf hin, dass bereits für das kommende Jahr relevante Ausgaben berücksichtigt wurden.
3. Kapitalseite (Passiva)
3.1 Eigenkapital
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2.000 EUR Kapital bei einer Bilanzsumme von 6,38 Mio. EUR ist extrem niedrig.
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Die Eigenkapitalquote liegt bei unter 0,1 % – ein alarmierender Wert, der auf eine massive Abhängigkeit von Fremdkapital hinweist.
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Positiv: Im Vergleich zum Vorjahr wurde zumindest Eigenkapital zugeführt (zuvor nur 2 EUR). Aber der Wert bleibt strukturell kritisch niedrig.
3.2 Rückstellungen
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Anstieg auf 1,66 Mio. EUR (Vorjahr: 0,93 Mio. EUR), also eine Zunahme um rund 78 %.
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Dies spricht für wachsende Unsicherheiten oder steigende künftige Verpflichtungen, etwa bei Steuern, Personal oder Gewährleistung – Details fehlen im Anhang.
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Ohne nähere Aufschlüsselung ist unklar, ob hier Risikovorsorge oder aggressive Bilanzpolitik betrieben wird.
3.3 Verbindlichkeiten
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Extrem gestiegen: +286 % auf 4,72 Mio. EUR.
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Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr, was auf eine kritische Fristigkeit hinweist: kurzfristige Mittel zur Finanzierung langfristiger Strategien sind grundsätzlich riskant.
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805.732 EUR (17 %) entfallen auf Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern – potenziell flexibler, aber auch ein Hinweis auf fehlende externe Finanzierungsmöglichkeiten.
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Der hohe kurzfristige Fremdkapitalanteil erhöht die Refinanzierungs- und Insolvenzrisiken erheblich.
4. Bewertung der Bilanzstruktur
| Kennzahl | 2024 | 2023 | Bewertung |
|---|---|---|---|
| Eigenkapitalquote | 0,03 % | 0,0001 % | Extrem niedrig |
| Verschuldungsgrad (Fremd-/Eigenkapital) | ca. 3.800:1 | ca. 1.077:1 | Hochriskant |
| Liquidität 1. Grades (Kasse/kurzfr. Verbindlichkeiten) | ca. 37 % | 59 % | Rückläufig |
| Umlaufvermögen / kurzfristige Verbindlichkeiten | ca. 1,35:1 | ca. 1,52:1 | Noch ausreichend |
Sehr geehrter Herr Bremer,
da Sie nicht zum Telefongespräch bereit sind, fordere ich Sie hiermit dazu auf, Ihren Artikel zu korrigieren oder zu löschen, da er inhaltlich falsch ist. Unsere Firma wurde in 2023 gegründet, daher ist der Abschluss für das Rumpfjahr 2023 wenig aussagekräftig. Allerdings ist auch der Abschluss 2024, der unsere geschäftliche Situation korrekt wiedergibt, längst veröffentlicht.
Dort können Sie sehen, dass die von Ihnen konstruierten Risiken niemals existierten.
Auch das Rating bei Creditreform ist entsprechend sehr positiv.
Beste Grüße
Kilian Frühauf
Anmerung der Redation:
Natürlich telefonieren wir mit Menschen die wissen das Niveau keine Hautcremes ist.