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Fico wittert ausländische Strippenzieher – und will sie aus dem Land zaubern

GDJ (CC0), Pixabay
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Nach landesweiten Protesten gegen seine Regierung hat der slowakische Ministerpräsident Robert Fico eine überraschende Entdeckung gemacht: Die wahren Drahtzieher sitzen im Ausland! Und weil das natürlich nicht sein kann, droht er jetzt mit Ausweisungen.

„Unsere Oppositionellen sind doch nur Ministranten – die Messe zelebriert jemand anderer!“, verkündete der als linksnational und prorussisch geltende Politiker am Samstag im slowakischen Radio STVR. Wer genau dieser ominöse „jemand anderer“ sein soll, ließ er offen. Vielleicht eine geheime Bruderschaft politischer Illuminaten? Vielleicht ein internationales Netzwerk rebellischer Kirchenchöre? Wir wissen es nicht.

Top Secret: Liste der ungebetenen Gäste in Arbeit

Besonders ins Visier genommen hat Fico dabei Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die – so seine Theorie – aus dem Ausland finanziert würden, um die Slowakei in den Abgrund zu stürzen. „Es gibt eine Gruppe von Instrukteuren aus verschiedenen Ländern, die unseren Staat zersetzen wollen!“, erklärte er dramatisch. Damit das nicht passiert, gibt es jetzt eine neue Aufgabe für die Geheimdienste: Sie sollen eine Liste mit Namen unliebsamer Personen erstellen, die demnächst ein One-Way-Ticket aus der Slowakei bekommen.

Währenddessen gingen in fast 30 slowakischen Städten Zehntausende Menschen auf die Straße – ganz ohne ausländische Instrukteure, sondern einfach, weil sie mit Ficos Politik unzufrieden sind. Bis zu 60.000 Demonstrierende sollen es gewesen sein, die der Regierung eine prorussische Haltung und autoritäre Tendenzen vorwarfen.

Kleiner Fun Fact zum Abschluss: Fico hatte sich erst Ende Dezember in Moskau mit Wladimir Putin getroffen. Zufall? Oder steckt dahinter vielleicht doch eine internationale Messe, die von ganz anderen Kräften zelebriert wird?

 

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