Die FDP steht politisch ungefähr da, wo sonst nur vergessene Wahlplakate im Regen stehen – und Wolfgang Kubicki hat jetzt offenbar den großen Rettungsplan präsentiert:
Wenn die Partei keiner mehr ernst nimmt, müssen halt ein paar bekannte Frauen ins Schaufenster.
Anders lässt sich dieser neueste liberale Wiederbelebungsversuch kaum lesen.
Kubicki, der sich mit 74 Jahren noch einmal als Übergangsretter der Partei inszeniert, hat für seinen Neustart vor allem eins entdeckt:
weibliche Personalien.
Linda Teuteberg.
Katja Suding.
Maria Westphal.
Susanne Seehofer.
Und plötzlich klingt die FDP, als hätte sie nach Jahren des politischen Selbstabrisses festgestellt:
„Vielleicht wirken wir weniger nach Herrenrunde im Wirtschaftsclub, wenn wir ein paar Frauen vorne hinstellen.“
Inhaltlich abgewrackt, optisch neu dekoriert
Das ist ja das eigentlich Schöne an der Nummer:
Die Partei hat kein klares Profil mehr, keinen Schwung, keine erkennbare Erzählung, keinen relevanten Einfluss – aber immerhin jetzt offenbar eine neue Idee für das Erscheinungsbild.
Wenn die Inhalte tot sind, macht man halt Personalmarketing.
Oder noch ehrlicher:
Wenn Lindner verbrannt ist und Kubicki nach Rückspiegel riecht, sollen jetzt Frauen den Laden modern aussehen lassen.
Das Problem ist nur:
Frauen sind keine PR-Deko für liberale Verzweiflung.
Die FDP entdeckt Frauen – wie andere Parteien vegane Optionen
Man hat fast den Eindruck, als habe die FDP gerade in letzter Minute gemerkt, dass es 2026 vielleicht nicht mehr reicht, mit graumelierten Herren über Freiheit, Steuern und Staatskritik zu philosophieren, während man in den Umfragen unter „Sonstige“ mit den Tierschutzparteien kuschelt.
Also nun der geniale Plan:
Ein paar bekannte Frauen zurückholen, Namen streuen, Hoffnung simulieren.
Das wirkt ungefähr so glaubwürdig wie ein Autohaus, das nach Motorschaden neue Fußmatten einbaut und von „Innovationsschub“ spricht.
Kubickis eigentliche Botschaft
Zwischen den Zeilen ist die Botschaft klar:
- Die FDP hat kein neues Konzept.
- Die FDP hat keine neue Generation.
- Die FDP hat keinen echten Neustart.
- Aber sie hat offenbar die Hoffnung, dass bekannte Frauen das Bild aufhübschen.
Das ist kein Aufbruch. Das ist Casting mit Restliberalismus.
Natürlich sind Teuteberg, Suding und andere politisch eigenständige Persönlichkeiten.
Aber genau deshalb ist es fast schon respektlos, sie in diesem Kontext wie dekorative Rettungsringe für eine abstürzende Partei zu behandeln.
Fazit:
Die FDP wirkt gerade wie ein Unternehmen kurz vor der Insolvenz, das statt eines Sanierungsplans erst mal das Logo in Pastellfarben neu gestalten lässt.
Und Kubickis Signal lautet im Kern:
Wenn die alten Männer die Partei an die Wand gefahren haben, sollen jetzt bitte ein paar Frauen so tun, als wäre das hier ein Neuanfang.
Kurz gesagt:
Wenn bei den Liberalen nichts mehr hilft,
müssen mal wieder die Frauen den Karren aus dem Dreck ziehen – den vorher Männer mit Anlauf reingefahren haben.
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