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FCAS am Boden – Europas Super-Kampfjet droht schon vorm Abheben zu crashen

qimono (CC0), Pixabay
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Es hätte das „Airbus der Lüfte“ werden sollen – das Symbol europäischer Einigkeit, Hightech und Power: das Future Combat Air System (FCAS). Stattdessen steht das 100-Milliarden-Euro-Projekt aktuell da wie ein zusammengebastelter Papierflieger im Nieselregen.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat jetzt in einem Interview klargestellt: „Wir ziehen notfalls den Stecker.“
Und wenn ein deutscher Minister mit Bauprojekten droht, den Stecker zu ziehen, weiß man: Es ist ernst.


Europa baut – na ja, versucht’s halt

Das deutsch-französisch-spanische Mega-Projekt soll eines Tages den Eurofighter ersetzen – oder zumindest so tun, als würde es das. Nur: Während man sich in Brüssel noch über die Definition von „gemeinsam“ streitet, schraubt Dassault-Chef Eric Trappier längst an seinem eigenen Flieger. Sein Motto: „Wenn keiner mit mir spielen will, baue ich halt allein ein Flugzeug – mit Blackjack und Mirage.“

Airbus wiederum möchte nicht zurückstecken, sondern „Kooperationsverantwortung übernehmen“, was sich in der Rüstungssprache meist so liest wie: „Wir wollen auch ein Stück vom 100-Milliarden-Kuchen.“


Pistorius: „Wir müssen uns entscheiden – oder eben gar nichts tun.“

Der Minister will noch in diesem Jahr eine Entscheidung treffen, „sobald in Frankreich wieder eine Regierung steht“ – also irgendwann zwischen jetzt und der Rückkehr Napoleons. Sollte es bis dahin keine Einigung geben, will Pistorius das Projekt „gemeinsam den Stecker ziehen“ – was, zugegeben, das erste voll funktionierende, deutsch-französisch-spanische Gemeinschaftsprojekt seit dem Eiffelturm wäre.


Auch bei den Fregatten: Flaute im Hafen der Freundschaft

Und weil’s gerade so gut läuft, hat Pistorius gleich das nächste Problem auf der Liste: das Fregattenprojekt F-126 mit den Niederlanden. Der dortige Partner Damen hat laut Pistorius eine Verzögerung von „mindestens 40 Monaten“ verursacht – also mehr, als so mancher Bundeswehrsoldat bis zur Pension noch im Dienst bleibt.

Pistorius bleibt pragmatisch: „Wir prüfen Alternativen und Überbrückungslösungen.“
Übersetzt heißt das: Man sucht gerade verzweifelt nach einem Werftarbeiter, der wenigstens weiß, wie man „Fregatte“ buchstabiert.


Fazit: Europas Verteidigung – zwischen Wunschdenken und Werftdenkmal

Ob Kampfjet oder Kriegsschiff – Europas Rüstungskooperationen sind derzeit ungefähr so erfolgreich wie eine Fernbeziehung ohne WLAN.
Aber hey – wenigstens reden alle drüber. Und wenn’s mit dem Jet nichts wird, kann man den Prototyp ja immer noch als spektakuläre Kunstinstallation bei der nächsten EU-Kulturhauptstadt ausstellen.


 

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