Was für ein Spektakel in Miami! Temperaturen wie in der Bratpfanne, Stimmung wie auf der Copacabana – und mittendrin: der FC Bayern, der mit deutscher Effizienz das brasilianische Temperament wegtackelt. Vier Tore, 50 Millionen Euro auf dem Konto und ein Manuel Neuer, der im Tor steht wie ein 39-jähriger Denkmalschutzbeauftragter.
Gegner Flamengo hatte die Tribünen im Griff, Bayern das Spiel – so wie ein Steuerberater die Party: trocken, aber erfolgreich. Dass die Bayern überhaupt vier Tore erzielten, lag nicht nur an Harry Kane, der inzwischen mehr trifft als ein übermotivierter Dartspieler im Vollbesitz seiner Kräfte. Auch Leon Goretzka erinnerte mit seinem Distanzschuss an frühere Zeiten, als er noch regelmäßig mit Testosteron aufwachte.
Pulgar trifft – leider das eigene Tor
Das 1:0 besorgte ausgerechnet Flamengos Erick Pulgar – offenbar im Glauben, er könne mit einem Eigentor schon mal höflich den Gegner begrüßen. Fairplay auf brasilianisch! Vielleicht dachte er auch, er spiele schon für die Bayern – wer kann das bei dem Transfermarkt noch genau sagen?
Kompanys Rotationsroulette funktioniert – dieses Mal
Trainer Vincent Kompany, der seit Amtsantritt aussieht, als versuche er jeden Tag, seinen Emotionen nicht zu sehr zu vertrauen, rotierte wieder munter durch die Startelf. Und siehe da: Die A-Mannschaft gewinnt. So einfach kann Fußball sein – wenn man eine halbe Nationalelf auf der Bank sitzen hat.
Kane, Kimmich, Kasse klingelt
Kane traf, Kimmich servierte, Goretzka ballerte – ein Dreiklang, den man bald als Klingelton bei der DFL kaufen kann. Und weil der FC Bayern nicht nur Tore sammelt, sondern vor allem Scheine, regnet es jetzt auch Dollar: Über 50 Millionen Euro Einnahmen bislang – kein Wunder, dass Thomas Tuchel immer schon von einem „Mentalitätsproblem“ sprach. Das Konto hat keins.
Leroy Sané verabschiedet sich – mit Halbgas
Noch ein letzter Auftritt für Leroy Sané, bevor er zu Galatasaray wechselt. Er durfte noch einmal mitspielen, vergaß dabei aber das Zielwasser – das 5:2 scheiterte an seinem berühmten „Ich-bin-doch-schon-weg“-Abschluss. Immerhin: Man verabschiedet sich leise – und torlos.
Müller kommt, Müller geht – irgendwann
Thomas Müller spielte auch noch kurz mit – man weiß ja nie, wann der Mann plötzlich aufhört. Wahrscheinlich weiß er’s selbst nicht. Vielleicht entscheidet er sich auch erst nach dem Finale in einer Instagram-Story aus dem Kuhstall.
Jetzt Paris – also das richtige
Und nun wartet Paris Saint-Germain – nicht das Parfum, sondern die Vollversion mit Mbappé, Hakimi, Mendes und Messi-Memory. Ob das reicht, um Bayerns Geldmaschine zu stoppen? Man weiß es nicht. Aber eins ist sicher: Wer bei dieser Club-WM nicht ins Halbfinale kommt, hat entweder schlecht gespielt – oder einfach zu wenig Instagram-Follower.
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