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FakeLove – Wenn aus Liebesschwüren Menschenhandel wird (Sponsored by BKA & bittere Realität)

OnzeCreativitijd (CC0), Pixabay
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Die Masche ist bekannt, traurig und leider hochaktuell:
Ein Mann mit Gel im Haar, falschem Lächeln und Instagram-Sprüchen wie „Du bist mein Ein und Alles 💜“ ködert junge Frauen – und zack, landet sie nicht im Liebesnest, sondern in der Zwangsprostitution.

Willkommen im Loverboy-Universum.

Herzchen-Emojis inklusive.


💔 Was machen „Loverboys“ eigentlich genau?

  1. Sie tun so, als wären sie dein Traummann.

  2. Dann isolieren sie dich von deinen Freunden.

  3. Und plötzlich ist „Schatz, du würdest das doch für mich tun“ nicht mehr der Wunsch nach Frühstück im Bett – sondern Prostitution.

Romantik trifft Menschenhandel. Klingt wie ein sehr schlechter Netflix-Film, ist aber für über 460 registrierte Opfer allein 2024 harte Realität – 95 % davon sind Frauen, ein Drittel jünger als 21. In fast jedem fünften Fall geht’s um genau diese fiese Taktik: Loverboys. Oder, wie man auch sagen könnte: Emotionaler Missbrauch im Hoodie.


📹 Kampagne „FakeLove“ – Jetzt auch ohne Ton und Hoffnung

Das BKA hat gemeinsam mit europäischen Partnern die Aufklärungskampagne „FakeLove“ gestartet.
Sie richtet sich an junge Frauen, oft mit wenig sozialer Anbindung, wenig Schulbildung – und zu viel Vertrauen.

Deshalb gibt’s einen Film, der komplett ohne Sprache und Schrift auskommt, damit auch die erreicht werden, die vielleicht nicht wissen, was ein „Verhaltenskodex“ ist – aber sehr genau wissen, wie es sich anfühlt, wenn jemand vorgibt, dich zu lieben, um dich zu verkaufen.

Triggerwarnung? Ja.
Triggerrealität? Leider auch.


🕴️ Täterprofil: Jünger, männlich, manipulativ

Loverboys sind in der Regel jung, charmant und wissen genau, wie man Vertrauen simuliert.
Sie machen Geschenke, hören zu – und schlagen dann emotional zu, wenn die Bindung sitzt.
Am Ende landet das Opfer nicht im Liebesurlaub, sondern in fremden Hotelzimmern, bei Hausbesuchen oder in Wohnungen, in denen nicht mal mehr der Ausweg offensteht.


🆘 Was tun, wenn’s ernst wird?

Für Betroffene:

  • Sex gegen Geld, „nur aus Liebe“? Nein. Niemals.

  • Hilfe gibt’s rund um die Uhr beim Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: 116 016

  • Oder beim WEISSER RING: 116 006 (7–22 Uhr)

  • Anzeige erstatten? Geht online oder bei jeder Polizeidienststelle.
    Notfall? 110. Sofort.


🖐 Das stille Handzeichen: Wenn Worte fehlen

Wenn du Hilfe brauchst, aber nicht reden kannst:
Mach das internationale Handzeichen für Gefahr – Hand heben, Daumen in die Handfläche legen, Finger darüber schließen.
Es ist kein offizieller Notruf, aber eine stille Bitte um Hilfe. Funktioniert am besten bei Videocalls, im Bus oder wenn Tante Brigitte fragt, wie’s „mit dem neuen Freund“ läuft.


👨‍👩‍👧 Für Angehörige: Erkennen, bevor’s zu spät ist

  • Bildung ist Prävention. Ja, auch bei TikTok-Teens.

  • Offene Kommunikation statt Schulverweis: Zuhören hilft oft mehr als Regeln.

  • Veränderung = Warnsignal: Wenn Hobbys, Schule oder Style plötzlich verschwinden, ist das kein „Jugendlicher Phase“, sondern vielleicht ein Alarmsignal.

  • Nicht urteilen. Helfen. Und zwar frühzeitig.


🔍 Was macht das BKA?

Neben Logos auf Flyern und Videos mit düsterem Soundtrack?
Eine ganze Menge.
Das Bundeskriminalamt arbeitet international, wertet Daten aus, erstellt Lagebilder, schiebt Projekte wie „THB LIBERI II“ an und versucht, Licht ins Dunkel organisierter Menschenhandelsnetzwerke zu bringen – speziell, wenn junge Frauen betroffen sind.

Und das Beste: Sie wissen, dass Powerpoint nicht reicht.
Darum geht’s raus auf Social Media, in Schulen, auf YouTube – dorthin, wo die Zielgruppe lebt, liebt und manchmal leidet.


📎 Fazit:

Wenn dein Freund dich drängt, „nur kurz für ihn was zu tun“ – und das irgendwas mit Sex und Geld zu tun hat:
Lauf. Melde dich. Du bist kein Produkt. Du bist ein Mensch.


💬 Weitere Infos, Hilfe und das Kampagnenvideo bekommst du beim BKA oder unter:
👉 www.bka.de/fakelove

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