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Fabrikfantasien made by Trump – und wo bitte bleibt die „Industrie-Renaissance“?

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Donald Trump hatte einen Traum. Einen sehr lauten.
Fabriken mit rauchenden Schloten, glückliche Schweißer in Zeitlupe, Stahl, so hart wie sein Ego – und Jobs, Jobs, Jobs!
Zurück ins goldene Industriezeitalter!

Doch ein Jahr nach seinem Comeback ins Weiße Haus gilt: Alles Dampf, keine Lokomotive.

 „Make Manufacturing Great Again“ – nur leider ohne Herstellung

Was hat Trump gemacht? Zölle erhöht. Auf alles, was nicht bei drei auf dem Baum war.
Sein Versprechen: „Die Jobs kommen zurück!“
Die Realität: 8.000 Industriearbeitsplätze weniger allein im Dezember.
Jobs weg, Stimmung weg, Schuld natürlich: irgendwer anders.

Produktionsindex? Klingt schon depressiv

Der Produktionsindex ist auf 47,9 gefallen – das ist Wirtschaftssprech für „Holt den Defibrillator“.
Schon zehn Monate in Folge signalisiert der Index: Schrumpfung.
Aber hey, immerhin sinken die Rohstofflager schnell. Warum? Weil niemand was braucht. Nachfrage? Ein ferner Mythos.

Ein Hoch auf Chips – der einzige Sektor mit Puls

Von 15 untersuchten Industriezweigen ist nur einer gewachsen: Computer- und Elektronikprodukte.
Oder anders gesagt: KI-Boom rettet Statistik vor völliger Selbstaufgabe.
Ein Maschinenbau-Manager bringt’s auf den Punkt:
„Weniger Umsatz, hohe Zinsen, miese Ölpreise, Bau schläft – aber ansonsten ist alles super.“

 Zölle – das wirtschaftspolitische Äquivalent zu einem Vorschlaghammer im Porzellanladen

Laut Economist ist das dritte Jahr in Folge eine Art De-Industrialisierung in Zeitlupe.
Die Trump’schen Zölle wirken wie ein Diätplan für Exporte:
Viel Aufwand, null Substanz und am Ende verliert man das Falsche – nämlich die Wettbewerbsfähigkeit.

Teile für Autos? Kommen aus dem Ausland.
Zölle? Machen sie teuer.
Lösung? Noch mehr Zölle.
Logik? Nebensache.

Das protektionistische Glücksspiel

Zwei Forscherinnen vom CEPR nennen Trumps Handelsstrategie ein „Hasardspiel“.
Sie meinen damit: Ja, Investitionen könnten kommen, um Zölle zu umgehen.
Aber: Mit der gleichen Wahrscheinlichkeit könnte auch ein Einhorn durch Detroit galoppieren.

Hoffnung durch Steuergeschenke?

Bloomberg sieht erste Lichtblicke. Warum?
Trump hat ein XXL-Steuersenkungspaket verabschiedet.
Vielleicht kurbelt das die Binnennachfrage an. Vielleicht.
Oder die Steuerersparnis verpufft auf dem Weg zur nächsten Unternehmensfusion in Irland.

Zolleklat vor dem Obersten Gericht?

Das US-Höchstgericht prüft bald Trumps Zölle – und könnte einige davon kippen.
Wenn’s ganz schlecht läuft, müssen Unternehmen lernen, wieder ohne Chaos zu produzieren.
Ein Schock für alle, die sich an planlose Lieferketten gewöhnt haben.

 NAFTA 2.0 – bald wieder America First, Canada Nervous?

Das Wirtschaftsabkommen mit Kanada und Mexiko steht zur Überprüfung an.
Wird es gekippt? Wahrscheinlich nicht.
Aber wenn Trump laut genug brüllt, reicht das für ein paar Wochen Unsicherheit und schlechte Börsenlaune.

Fazit: Renaissance verschoben – auf unbestimmte Zeit

Die Industrie – Trumps große Mission – bleibt das Sorgenkind mit rostiger Zukunft.
Die Zölle haben eher Jobs vertrieben als geschaffen, und der versprochene Boom ist bislang nicht mal als Geräuschkulisse angekommen.

Ob’s besser wird? Vielleicht.
Ob es wahlentscheidend wird? Ganz sicher.

Denn eins ist klar: In der Welt von Donald Trump ist Industriepolitik weniger Strategie – und mehr Bühnenbild.
Mit viel Rauch, wenig Substanz – aber garantiert großem Applaus beim nächsten Wahlkampfauftritt.

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