Startseite Allgemeines Explosion an norwegischer Botschafterresidenz in Tel Aviv
Allgemeines

Explosion an norwegischer Botschafterresidenz in Tel Aviv

MIH83 (CC0), Pixabay
Teilen

In Tel Aviv ist eine Granate auf das Wohnhaus des norwegischen Botschafters in Israel geworfen worden. Das teilte der israelische Außenminister Gideon Saar in der Nacht über den Online-Dienst X mit.

Das Außenministerium Norwegens bestätigte, dass es in der Residenz zu einer Explosion gekommen sei. Verletzt wurde dabei niemand. In der offiziellen Mitteilung wurden jedoch keine Details zur Ursache des Vorfalls genannt. Die israelische Polizei sprach von „leichtem Sachschaden“ und leitete eine Untersuchung ein.


Vorwürfe gegen Israel nach tödlichen Angriffen im Gazastreifen

Die Hamas-kontrollierte Zivilschutzbehörde im Gazastreifen hat der israelischen Armee vorgeworfen, bei Angriffen mindestens 76 Menschen getötet zu haben.

Ein Sprecher der Behörde, Mahmud Bassal, erklärte, viele der Todesopfer seien bei der Warte auf Hilfslieferungen ums Leben gekommen – unter anderem am Nezarim-Korridor im Zentrum des Gazastreifens sowie an einem Hilfszentrum bei Chan Junis im Süden.

Zudem seien laut Bassal bei neun weiteren Angriffen im Norden des Gazastreifens 51 Menschen getötet worden. Damit wurde die zunächst gemeldete Opferzahl deutlich nach oben korrigiert.

Die israelische Armee bestätigte, dass ihre Soldaten am Nezarim-Korridor „Warnschüsse auf Verdächtige“ abgegeben hätten, die sich den Truppen genähert hätten. Verletzte seien ihr nicht bekannt. Zum Vorfall bei Chan Junis machte das Militär keine Angaben.


Wiederholt Gewalt an Hilfsgüter-Verteilzentren

Die Hamas-Behörden werfen der israelischen Armee immer wieder tödliche Gewalt gegen Menschen in der Nähe von Verteilzentren für Hilfsgüter vor.

Die von den USA und Israel unterstützte Gaza Humanitarian Foundation (GHF) hatte Ende Mai ihre Arbeit im Gazastreifen aufgenommen. Sie betreibt vier Verteilzentren im Süden und Zentrum des Gebiets.

Internationale Hilfsorganisationen und die Vereinten Nationen kooperieren jedoch nicht mit der GHF. Sie kritisieren, dass deren Einsätze den Vorgaben der israelischen Armee folgten. Immer wieder kommt es an den Verteilpunkten zu Unruhen und Gewaltausbrüchen.


Finnland verlässt Vertrag über Verbot von Antipersonenminen

Nach den baltischen NATO-Staaten Lettland, Litauen und Estland hat nun auch Finnland beschlossen, die internationale Ottawa-Konvention zum Verbot von Antipersonenminen zu verlassen.

Das finnische Parlament stimmte mit 157 zu 18 Stimmen für den Ausstieg. Der Schritt tritt sechs Monate nach Mitteilung an die UN in Kraft, wie der Sender Yle berichtete.

Die finnische Regierung hatte bereits im April angekündigt, sich aus dem Vertrag zurückzuziehen – mit Verweis auf die wachsende Bedrohung durch Russland. Das finnische Militär betrachtet Antipersonenminen als notwendiges Mittel zur Landesverteidigung.


Ottawa-Vertrag: Nicht von allen Großmächten unterzeichnet

Der Ottawa-Vertrag verbietet seit 1999 den Einsatz, die Lagerung, Herstellung und Weitergabe von Antipersonenminen. Finnland trat dem Abkommen erst 2012 bei.

Mehrere Großmächte, darunter die USA, Russland, China und Indien, haben den Vertrag nie unterzeichnet.

Angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hatte sich Finnland 2022 entschieden, der NATO beizutreten – ebenso wie Schweden. Finnland wurde im April 2023 Mitglied, Schweden folgte ein Jahr später.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Neue Phase der US-Außenpolitik: Trumps Militäraktionen sorgen für Debatten

Als Donald Trump in seiner Siegesrede nach der Wiederwahl versprach, keine neuen...

Allgemeines

Berühmter Weißkopfseeadler aus Florida vermutlich tot – Fans trauern um „F23“

Nach mehreren Tagen des Verschwindens wird ein bekannter Weißkopfseeadler aus Florida nun...

Allgemeines

Joan Lunden erhebt Vorwürfe: Ehemaliger Vorgesetzter soll sie sexuell belästigt haben

Die frühere „Good Morning America“-Moderatorin Joan Lunden spricht in ihren neuen Memoiren...

Allgemeines

USA und Ecuador starten Militäroperationen gegen „Narco-Terrorismus“

Die USA und Ecuador haben am 3. März gemeinsame Militäroperationen in Ecuador...