Na sowas! Die EU-Mitgliedsstaaten haben sich tatsächlich dazu durchgerungen, den Schutz für Flüchtlinge aus der Ukraine noch ein weiteres Jahr zu verlängern. Ein echter Akt der Gnade – schließlich dürfen die Betroffenen jetzt bis März 2027 weiter atmen, arbeiten und gelegentlich auch mal zum Arzt gehen, ohne den lästigen Umweg über ein Asylverfahren.
Wie großzügig!
Doch bevor sich jemand zu wohl fühlt: Hinter den Kulissen wird natürlich schon fleißig an der Rückfahrkarte gearbeitet. Die Kommission hat eine „Empfehlung“ ausgesprochen (EU-Sprech für: Wir wollen das eigentlich alle, aber keiner will’s sagen), wie man möglichst koordiniert den Rückweg in die Ukraine vorbereiten kann.
Bleiben? Vielleicht. Rückkehr? Wäre besser.
Klar, ein paar nette Perspektiven zum Dableiben sollen auch eröffnet werden – Arbeitsvisa, Studentenvisa, vielleicht ein bisschen Hoffnung auf Integration. Aber gleichzeitig wird deutlich gemacht: Der Heimweg bleibt das eigentliche Ziel. Also bitte nicht zu sehr einleben!
Natürlich will man dabei auch „besser über Rückkehrmöglichkeiten informieren“. Übersetzung: Man wird ziemlich gut darin sein, zu erklären, warum man demnächst vielleicht besser die Koffer packt – während man sich freundlich dabei anlächelt.
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