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Estland

sulox32 (CC0), Pixabay
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Estland hat auf die Aufnahme von Premierministerin Kaja Kallas und Staatssekretär Taimar Peterkop in eine russische Fahndungsliste reagiert, indem es den russischen Geschäftsträger in Tallinn zu einem dringenden Gespräch einbestellt hat. Das Außenministerium Estlands drückte seine deutliche Empörung über diesen Schritt Russlands aus und forderte eine schriftliche Stellungnahme. Es wurde betont, dass solche Maßnahmen keinen Einfluss auf die estnische Politik haben und die Unterstützung Estlands für die Ukraine unerschütterlich bleibt.

Auch Lettland und Litauen haben ähnliche diplomatische Schritte unternommen. Lettland lud den russischen Geschäftsträger ein und protestierte entschieden gegen die Ausweitung der russischen Gerichtsbarkeit über die eigenen Grenzen hinweg. Litauen appellierte an Russland, die politisch motivierte Verfolgung von Litauern zu beenden und betonte, dass solche Aktionen internationalem Recht widersprechen und den historischen Kontext Litauens missachten.

Die Reaktionen folgten auf Russlands Entscheidung, Kallas und zahlreiche weitere Politiker aus den baltischen Ländern auf eine Fahndungsliste zu setzen, was als Vergeltung für den Abbau sowjetischer Kriegsdenkmäler angesehen wird. Kallas selbst sieht ihre Aufnahme auf die Liste als Bestätigung ihres Einsatzes für die richtigen Werte und bleibt von den Drohungen unbeeindruckt, was sie als Beweis für ihr richtiges Handeln wertet.

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