In der philippinischen Hauptstadt Manila ist es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Demonstrierenden und der Polizei gekommen. Nach Angaben der Behörden kam es in unmittelbarer Nähe des Präsidentenpalastes zu gewalttätigen Zusammenstößen.
Gewalt gegen die Polizei – Tränengas gegen die Menge
Rund 100 Personen, viele von ihnen mit Knüppeln bewaffnet, versammelten sich zu Protesten, die schließlich außer Kontrolle gerieten. Laut Polizei und Augenzeugen sollen die Demonstrierenden Steine, Flaschen und sogar Brandsätze auf Einsatzkräfte geworfen haben. Die Polizei reagierte mit Tränengas, um die Menge auseinanderzutreiben.
Die Bilanz: 49 Festnahmen und 70 verletzte Beamte, die teils mit Prellungen und Schnittwunden behandelt werden mussten.
Hintergrund der Proteste
Noch ist unklar, welche Gruppierungen genau hinter der Aktion standen. In den Philippinen gibt es jedoch eine lange Tradition sozialer und politischer Proteste, die sich häufig gegen Korruption, soziale Ungleichheit und staatliche Maßnahmen richten. Der Präsidentenpalast in Manila gilt dabei regelmäßig als Symbol des Widerstands.
Regierung verurteilt Gewalt
Ein Regierungssprecher sprach von einem „gezielten Angriff auf die öffentliche Ordnung“ und kündigte an, dass gegen die Festgenommenen wegen Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung ermittelt werde. Gleichzeitig betonte die Regierung das Recht auf friedlichen Protest – Gewalt, so hieß es, sei jedoch nicht zu tolerieren.
Kritische Stimmen zur Polizeigewalt
Menschenrechtsorganisationen fordern eine unabhängige Untersuchung des Polizeieinsatzes. Sie werfen den Sicherheitskräften vor, unverhältnismäßig hart gegen die Demonstrierenden vorgegangen zu sein. Gerade in den Philippinen, wo die Polizei in der Vergangenheit immer wieder wegen exzessiver Gewalt in der Kritik stand, sorgt der Einsatz für Diskussionen.
Fazit
Die Ereignisse von Manila zeigen einmal mehr die Spannungen im Land: Zwischen legitimen Protesten und eskalierender Gewalt verschwimmen die Grenzen. Klar ist jedoch, dass die politische und soziale Lage angespannt bleibt – und der Präsidentenpalast weiterhin ein Brennpunkt des Widerstands ist.
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