International

Erneute Eskalation

Chickenonline (CC0), Pixabay
Teilen

Das israelische Militär hat nach Angaben eines Vertreters der Vereinten Nationen erneut einen Beobachtungsposten der UN-Friedensmission UNIFIL in der Nähe des Hauptquartiers im südlibanesischen Nakura beschossen. Dabei sollen zwei Personen verletzt worden sein, wie der UN-Vertreter heute der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte.

Bereits gestern wurde ein Beobachtungsposten der UN-Blauhelme von israelischen Truppen angegriffen, wobei zwei indonesische Soldaten leichte Verletzungen erlitten. Dies waren die ersten Verletzungen in den Reihen der UNIFIL-Mission seit Beginn der israelischen Bodenoffensive im Libanon gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz vor etwa einer Woche.

Das israelische Militär wirft der Hisbollah vor, Gebiete in der Nähe der UNIFIL-Stützpunkte für militärische Zwecke zu nutzen, und empfahl der Mission eine Verlegung ihrer Standorte.

Die UNIFIL-Mission überwacht das Grenzgebiet seit mehreren Jahrzehnten. Derzeit sind über 10.000 UN-Soldaten aus etwa 50 Ländern beteiligt, darunter auch 170 Soldatinnen und Soldaten aus Österreich. Trotz der angespannten Sicherheitslage plant die Mission vorerst, ihre Präsenz im Südlibanon beizubehalten, erklärte ein UNIFIL-Sprecher gestern.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
International

Vorwürfe gegen italienische Minister und Regierung

Italienische Minister sehen sich dem Vorwurf eines „schweren Fehlers“ ausgesetzt, nachdem ein...

International

Iranische Studenten setzen Protest fort

An iranischen Universitäten haben Studierende den dritten Tag in Folge protestiert. Die...

International

„Politische Sabotage“ durch Orbán

EU-Staats- und Regierungschefs werfen Viktor Orbán vor, die Unterstützung für die Ukraine...

International

Bewaffnete Sicherheitskräfte schlagen Studentenproteste im Iran nieder

Bewaffnete Sicherheitskräfte sind in großer Zahl auf Irans Universitätsgeländen präsent, um anhaltende...