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Epstein-Skandal spaltet Trumps rechte Medienwelt – Fox News folgt, doch nicht alle MAGA-Influencer schweigen

reidy68 (CC0), Pixabay
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Der Streit um die Frage, wie viel die Öffentlichkeit über die Verbindungen des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein erfahren soll, sorgt zunehmend für Unruhe in den konservativen Medien der USA – und führt erstmals seit Langem zu offenem Dissens innerhalb des MAGA-Lagers.

Während Fox News inzwischen weitgehend Trumps Wunsch nachkommt, das Thema nicht weiter zu thematisieren, rebellieren andere prominente rechte Stimmen – etwa Megyn Kelly, Charlie Kirk oder Alex Jones – gegen den Kurs der Regierung und fordern weiterhin volle Aufklärung.


Fox News rudert zurück – andere bohren weiter

Am vergangenen Wochenende forderte Trump auf seiner Plattform Truth Social, dass sich seine Unterstützer „nicht weiter mit Epstein beschäftigen“ und ihre Energie besser woanders investieren sollten. Doch die Reaktion innerhalb des rechten Medienspektrums fiel uneinheitlich aus.

Fox News, das zunächst noch die Spekulationen rund um eine mögliche Epstein-„Kundenliste“ mittrug, schwenkte am Montag demonstrativ um: Die Berichterstattung über den Fall schrumpfte auf ein Minimum – lediglich ein Segment in der 18-Uhr-Sendung von Bret Baier erwähnte das Thema. Laura Ingraham brachte es nur noch in einem spöttischen Nebensatz unter: „Konservative Influencer fressen sich gegenseitig.“

Doch viele andere Stimmen im MAGA-Lager zeigen sich weniger folgsam.


Konservative Stimmen fordern Aufklärung – und zeigen sich wütend

Megyn Kelly erklärte am Dienstag in ihrem Podcast:
„Die Epstein-Geschichte geht nicht weg.“
Sie unterstützte die Forderung ihres Gastes Ben Shapiro, dass Justizministerin Pam Bondi endlich in einer Pressekonferenz Stellung beziehen solle.

Charlie Kirk, Chef von Turning Point USA, schwankte zunächst: Am Montag erklärte er, man werde sich „erst einmal von Epstein distanzieren“, nur um am Dienstag auf seinem Radiosender zu verkünden:
„Wir machen weiter. Wir hören nicht auf.“

Er betonte mehrfach, wie stark der Druck aus der MAGA-Basis sei:
„Die Leute lassen das Thema nicht los. Und ich verstehe sie.“


Alex Jones und Marjorie Taylor Greene: Trump soll „180 Grad drehen“

Der umstrittene Moderator Alex Jones sprach von einem „offensichtlichen Desaster“ und äußerte die Hoffnung, Trump werde die Linie wechseln und doch noch alle Akten freigeben. Seine Talkgastin Marjorie Taylor Greene spekulierte öffentlich über Epsteins angebliche Kontakte zu ausländischen Geheimdiensten und betonte:
„Das ist der erste große Riss im MAGA-Bündnis – und wir dürfen nicht zulassen, dass er größer wird.“


Newsmax schlägt Kapital aus dem Streit

Während Fox sich zurückzieht, füllt Newsmax die Lücke – mit über 60 Epstein-Erwähnungen allein am Montag. Moderator Rob Schmitt stellte klar:
„Die MAGA-Basis braucht entweder die ganze Wahrheit – oder verdammt gute Gründe, warum sie sie nicht bekommen darf.“


Fazit: Die Epstein-Frage wird zum Lackmustest für Trumps Kontrolle über das eigene Lager

Erstmals seit Jahren zeichnet sich ein Bruch in der rechten Medienlandschaft ab: Die einst disziplinierte Gefolgschaft zeigt sich gespalten – zwischen Loyalität zu Trump und dem Wunsch nach radikaler Transparenz. Ob Trumps Appell zum Schweigen reicht, ist mehr als fraglich. Denn wie es Megyn Kelly formulierte:
„Diese Geschichte geht nicht einfach weg.“

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