Im Zusammenhang mit dem Epstein-Skandal hat sich nun auch die Bank of America auf einen millionenschweren Vergleich eingelassen. Das Geldhaus zahlt 72,5 Millionen US-Dollar, um eine Sammelklage von Opfern des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein beizulegen.
Dabei bleibt die Bank bei ihrer bisherigen Linie: Man habe keine strafbaren Handlungen im Zusammenhang mit Epsteins Netzwerk unterstützt. Gleichzeitig räumt das Institut ein, dass der Vergleich vor allem dazu dienen soll, einen Schlussstrich unter das Verfahren zu ziehen – und den Klägerinnen eine Form des Abschlusses zu ermöglichen.
Im Kern geht es um den Vorwurf, die Bank habe auffällige Finanzbewegungen rund um Epstein nicht ausreichend hinterfragt oder sogar ignoriert. Genau hier setzt die Kritik der Klägerinnen an: Banken tragen eine zentrale Verantwortung bei der Kontrolle von Geldflüssen – insbesondere, wenn es um mögliche kriminelle Aktivitäten geht.
Ob die Bank tatsächlich ihrer Sorgfaltspflicht nicht ausreichend nachgekommen ist, bleibt juristisch offen. Der Vergleich stellt kein Schuldeingeständnis dar, muss jedoch noch von einem Gericht bestätigt werden.
Die Einigung reiht sich in eine Serie ähnlicher Vergleiche ein. Bereits zuvor hatten andere Großbanken tief in die Tasche gegriffen:
Ein Muster wird deutlich:
Die finanzielle Aufarbeitung des Epstein-Skandals verlagert sich zunehmend auf die Ebene der Banken.
Jeffrey Epstein hatte über Jahre hinweg ein internationales Netzwerk aufgebaut, in dem Minderjährige systematisch sexuell ausgebeutet wurden. Seine Verbindungen reichten bis in höchste Kreise aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Seine Festnahme im Jahr 2019 und sein Tod kurze Zeit später in einer Gefängniszelle beendeten zwar das Strafverfahren – nicht jedoch die Aufarbeitung.
Der Vergleich der Bank of America zeigt einmal mehr:
Die juristischen Nachwirkungen des Epstein-Komplexes sind noch lange nicht abgeschlossen.
Und während sich die Institute mit millionenschweren Zahlungen aus der Verantwortung freikaufen, bleibt eine zentrale Frage weiter offen:
Wer hat wirklich hingesehen – und wer hat bewusst weggeschaut?
Unbedingt das Gold, welches Sie bisher für Kunden eingelagert haben, dorthin holen,...
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