In einem überraschend erwartbaren Schritt haben Bill und Hillary Clinton beschlossen, dem US-Kongress lieber fernzubleiben – zumindest solange dort unangenehme Fragen über den verstorbenen Multimillionär, Menschenfreund (hust) und jetset-affinen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gestellt werden.
Der Ex-Präsident Bill „Ich-hatte-keinen-sexuellen-Kontakt“ Clinton blieb der gestrigen Anhörung einfach fern. Offenbar hatte er kurzfristig ein wichtiges Golfturnier, eine Buchsignierstunde oder schlicht keine Lust. Auch Ehefrau Hillary, bekannt aus zahlreichen FBI-Akten und mindestens drei Biografien über das Ausweichen vor peinlichen Situationen, sagte ebenfalls höflich „Nein danke“.
Ein Sprecher erklärte, das Paar habe dem Kongress „vorsorglich und freiwillig“ alle Informationen übermittelt, was vermutlich bedeutet: „Wir haben eine PowerPoint-Folie mit der Aufschrift ‚Wir waren’s nicht‘ per Fax geschickt.“
Kongress: „Aber wir haben Kekse…“
James Comer, Vorsitzender des von Republikanern dominierten Ausschusses, zeigte sich empört. Er kündigte ein Verfahren wegen Missachtung des Kongresses an – das politische Äquivalent zu: „Wenn du nicht zur Party kommst, reden wir trotzdem über dich – aber ohne Filter.“
Im schlimmsten Fall droht eine Geld- oder Gefängnisstrafe. Im wahrscheinlichsten Fall passiert… genau nichts. Die Clintons sind schließlich in Sachen politischem Seiltanz ungefähr so erfahren wie ein Zirkusdirektor mit drei Doktortiteln in Rhetorik, Krisenmanagement und Aktenvernichtung.
Trump: „Clinton war schlimmer – ich schwöre auf meine Golfhandschuhe“
Donald Trump, selbst mit Epsteins Kalender per Du, ließ es sich nicht nehmen, das Ganze als Ablenkung von seinen eigenen Skandalen zu framen. Laut Trump ist Clinton öfter mit Epsteins „Lolita-Express“ geflogen als er selbst. Eine Aussage, die ungefähr so beruhigend klingt wie: „Ich hab das Haus nur zweimal angezündet, der andere viermal.“
Massagegate und der ewige Nebel der Erinnerung
Besonders brisant: Clinton soll laut Comer nicht nur mit Epstein geflogen sein, sondern auch mindestens eine „Massage“ von einem der Opfer erhalten haben. Ob mit Happy End oder diplomatischer Immunität, blieb offen. In der Politik nennt man das übrigens „Soft-Tissue-Konsultation“.
Fazit: Alles wie immer
Der Epstein-Skandal entwickelt sich langsam zu einem Gesellschaftsspiel für die politische Elite: Wer war wann wo mit wem und warum gibt’s davon keine Beweise mehr?
Die Clintons schweigen, Trump twittert, der Kongress droht, und irgendwo dazwischen rollt ein Faxgerät in Rente.
Willkommen in der Demokratie 2.0 – jetzt auch mit Verschwörungshintergrund in HD.
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