Nach dem tragischen Unglück der früheren Biathlon-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier am Laila Peak in Pakistan steht nun endgültig fest: Ihre Leiche wird nicht geborgen. Das bestätigte ihr Management am Montag.
Ein spezialisiertes Bergungsteam hatte die Lage vor Ort in der vergangenen Woche nochmals geprüft. Die Expert:innen kamen zu dem Ergebnis, dass eine Rückholung unter den extremen Bedingungen am Laila Peak mit erheblichen Risiken für die Helfer verbunden wäre.
Dahlmeiers eigener Wunsch war entscheidend
Dahlmeier selbst hatte in einer Verfügung festgelegt, dass eine Bergung im Falle ihres Todes nicht durchgeführt werden solle, wenn dadurch andere Menschen in Lebensgefahr geraten könnten. „Diese Haltung war für sie Ausdruck von Verantwortung und Respekt gegenüber den Bergrettern“, erklärte ihr Management.
Tragischer Unfall im Juli
Die 30-Jährige war Ende Juli beim Bergsteigen am 6.096 Meter hohen Laila Peak in Pakistan tödlich verunglückt. Der markante Berg im Karakorum gilt wegen seiner steilen Flanken und schwierigen Wetterbedingungen als technisch äußerst anspruchsvoll.
Respektvolle Entscheidung
Das Team betonte, dass die Entscheidung „schweren Herzens, aber in Übereinstimmung mit Lauras Werten“ getroffen worden sei. Ihr letzter Wunsch sei es gewesen, dass niemand für sie sein Leben riskiere.
Damit bleibt die Ausnahmesportlerin, die in ihrer Karriere zwei olympische Goldmedaillen und zahlreiche WM-Titel errang, am Berg, den sie selbst so sehr liebte.
Kommentar hinterlassen