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Elon Musk und X: Der einflussreichste Pleitegeier der Welt

GDJ (CC0), Pixabay
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Elon Musk hat es mal wieder geschafft, für Schlagzeilen zu sorgen – diesmal allerdings nicht mit Raketenstarts oder selbstfahrenden Autos, sondern mit der bahnbrechenden Erkenntnis, dass Einfluss allein keine Rechnungen bezahlt. Laut einer internen E-Mail, die dem Wall Street Journal vorliegt, gibt Musk zu: „Unser Nutzerwachstum stagniert, der Umsatz ist nicht beeindruckend – und wir kommen kaum über die Runden.“ Wer hätte gedacht, dass man mit einem Netzwerk voller Hassrede, Bots und fragwürdigen Memes kein florierendes Geschäftsmodell aufbauen kann?

Trotz dieser eher mageren Geschäftszahlen betont Musk stolz, wie sehr X die Politik beeinflusst. „Die vergangenen Monate haben die Macht von X bei der Beeinflussung von nationalen Debatten gezeigt“, heißt es weiter. Oder anders gesagt: Niemand verdient damit Geld, aber Hauptsache, es wird ordentlich gestritten!

X, ehemals bekannt als Twitter (damals noch mit funktionierendem Werbemodell), wurde von Musk 2022 für schlappe 44 Milliarden Dollar gekauft – ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass er es seitdem mit der Effizienz einer explodierenden SpaceX-Rakete in den Boden gewirtschaftet hat. Nachdem Musk praktisch alle inhaltlichen Einschränkungen aufgehoben hat, flüchteten die Werbekunden in Massen. Überraschung: Unternehmen zahlen ungern dafür, dass ihre Anzeigen neben antisemitischen Verschwörungstheorien oder beleidigenden Kommentaren erscheinen. Wer hätte das gedacht?

Doch Hoffnung naht! Zumindest für Meta. Der Facebook-Konzern testet derzeit Werbung auf seiner X-Alternative Threads, die mittlerweile mehr als 300 Millionen monatlich aktive Nutzer hat – und damit vermutlich mehr als X, aber Musk schweigt eisern zu den aktuellen Zahlen. Allerdings kündigte Mark Zuckerberg an, die Inhaltsmoderation auf Threads ebenfalls zu lockern. Werbetreibende könnten also schon bald vor der Wahl stehen: Werbung neben Hassreden auf X oder Werbung neben anderen Hassreden auf Threads?

Währenddessen arbeitet Musk unermüdlich an der nächsten bahnbrechenden Innovation: Vielleicht führt er bald eine neue Premium-Mitgliedschaft ein, bei der Nutzer dafür zahlen dürfen, ihre Tweets tatsächlich angezeigt zu bekommen – oh, Moment, das gibt’s ja schon!

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