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Elon Musk bereut Angriffe auf Trump – nach einem privaten Telefonat

jensenartofficial (CC0), Pixabay
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Der Tech-Milliardär Elon Musk hat sich nach einem privaten Telefonat mit Präsident Donald Trump öffentlich für seine jüngsten scharfen Aussagen gegen den US-Präsidenten entschuldigt. Die beiden hatten sich vergangene Woche eine regelrechte Online-Schlammschlacht geliefert.

Der Wendepunkt: Ein nächtlicher Anruf und ein noch nächtlicherer Tweet

Wie die New York Times und Reuters berichten, rief Musk am Abend des 10. Juni persönlich bei Trump an. Wenige Stunden später veröffentlichte er um 3:04 Uhr morgens auf seiner Plattform X (ehemals Twitter) folgenden Beitrag:

„Ich bereue einige meiner Posts über Präsident @realDonaldTrump letzte Woche. Sie gingen zu weit.“

Welche Beiträge genau Musk meinte, ließ er offen. Allerdings hatte er in einem inzwischen gelöschten Post behauptet, Trumps Name tauche in geheimen Akten rund um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein auf – ein Vorwurf, der viel Aufsehen erregte. Auch ein Beitrag, in dem Musk eine Amtsenthebung Trumps forderte, wurde inzwischen gelöscht.

Hintergrund: Vom Trump-Berater zum erbitterten Kritiker

Noch zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit leitete Elon Musk das „Department of Government Efficiency“ im Weißen Haus – eine Taskforce zur drastischen Reduzierung des Regierungsapparats. Anfang Juni verließ Musk jedoch diese Position, kurz bevor der Konflikt mit Trump eskalierte.

Der Bruch zwischen den beiden mächtigen Männern wurde durch Musks Kritik an Trumps umfassendem Wirtschafts- und Steuerpaket ausgelöst – dem sogenannten „Big, Beautiful Bill“. Musk nannte das Gesetz eine „widerliche Abscheulichkeit“ – was Trump verärgerte.

Trump zeigt sich versöhnlich

Auch Präsident Trump schlug zuletzt sanftere Töne an. In einem Podcast am 11. Juni mit New York Post-Kolumnistin Miranda Devine sagte er:

„Ich war enttäuscht von ihm. Aber so ist das eben. Ich mache ihm keinen Vorwurf.“

Was steckt hinter der Versöhnung?

Laut Medienberichten hatten Trumps Stabschefin Susie Wiles und Vizepräsident JD Vance bereits am 6. Juni telefonisch versucht, Musk zur Mäßigung zu bewegen. Offenbar mit Erfolg.

Musk zeigte sich in den Tagen nach dem Anruf wieder unterstützender gegenüber Trump, etwa durch Lob für den Einsatz der Nationalgarde in Los Angeles zur Niederschlagung von Protesten gegen ICE-Razzien.

Fazit: Feuerpause statt Feindschaft?

Ob die jüngste Annäherung von Dauer ist, bleibt offen. Musk hat seine Angriffe zwar zurückgenommen, doch die ideologischen und politischen Differenzen – etwa zu Wirtschaft und staatlicher Macht – bleiben bestehen.

Fest steht: Wenn zwei der einflussreichsten Männer der USA sich streiten – oder versöhnen – bleibt es nicht folgenlos.

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