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„El Mayo“ Zambada bekennt sich schuldig – Jahrzehntelang an der Spitze des Sinaloa-Kartells

geralt (CC0), Pixabay
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Der mexikanische Drogenboss Ismael „El Mayo“ Zambada hat sich in den USA schuldig bekannt. Vor einem Bundesgericht in New York gestand er, über Jahrzehnte hinweg das berüchtigte Sinaloa-Kartell mit aufgebaut und geleitet zu haben. Es gilt als eine der einflussreichsten und gewalttätigsten Drogenorganisationen der Welt.

Schuldbekenntnis in New York

Zambada bekannte sich der Verschwörung zur organisierten Kriminalität sowie der Führung einer kriminellen Vereinigung schuldig. Nach Angaben der US-Justiz war er maßgeblich dafür verantwortlich, dass das Kartell in den vergangenen Jahrzehnten gigantische Mengen Kokain, Methamphetamin und Heroin in die Vereinigten Staaten schmuggelte. Allein beim Kokain gehen die Ermittler von mindestens 1,5 Millionen Kilogramm aus, die unter seiner Ägide in die USA gelangten.

Jahrzehntelanger Aufstieg

„El Mayo“ Zambada, inzwischen über 70 Jahre alt, gilt als einer der letzten „alten Bosse“ des mexikanischen Drogenhandels. Während andere Kartellführer wie Joaquín „El Chapo“ Guzmán bereits verhaftet oder getötet wurden, gelang es Zambada jahrzehntelang, der Festnahme zu entgehen. Er führte das Sinaloa-Kartell weitgehend aus dem Hintergrund – eine Strategie, die ihm half, international weniger im Fokus zu stehen als sein berüchtigter Kompagnon „El Chapo“.

Bedeutung des Geständnisses

Mit dem Schuldbekenntnis Zambadas erzielt die US-Justiz einen spektakulären Erfolg im Kampf gegen den Drogenhandel. Es verdeutlicht zugleich, wie eng das Sinaloa-Kartell über Jahrzehnte mit den internationalen Routen des Drogenhandels verflochten war. Neben den gigantischen Mengen an Rauschgift werden dem Kartell auch Geldwäsche, Korruption und unzählige Gewalttaten zugeschrieben.

Ausblick auf das Strafmaß

Das genaue Strafmaß für Zambada steht noch aus. In Fällen dieser Größenordnung drohen jahrzehntelange Haftstrafen – theoretisch sogar lebenslänglich. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass seine Kooperation mit den US-Behörden und das abgelegte Geständnis Einfluss auf das Urteil haben könnten.

Folgen für das Kartell

Auch wenn Zambadas Schuldbekenntnis ein herber Schlag für das Sinaloa-Kartell ist, gilt die Organisation keineswegs als zerschlagen. Experten gehen davon aus, dass jüngere Mitglieder und Familienclans längst wichtige Führungspositionen übernommen haben. Das Kartell bleibt damit ein zentraler Akteur im globalen Drogenhandel.

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