Europa

Einigung

Catkin (CC0), Pixabay
Teilen

Weißer Rauch in Brüssel: Der Sondergipfel der EU-Staats- und -Regierungschefs hat am späten Montagabend eine Lösung gefunden, um das Sanktionspaket mit einem Embargo für russisches Erdöl auf den Weg zu bringen. Ungarn wurde ein Kompromiss angeboten – Pipelineöl Richtung Budapest soll auch künftig fließen dürfen. 75 Prozent aller Ölimporte seien vom neuen Paket abgedeckt, so EU-Ratspräsident Charles Michel.

Zuerst sprach Michel von „zwei Drittel“ der Ölimporte. Damit verliere das Land eine „riesige Finanzquelle für seine Kriegsmaschinerie“, so der Ratspräsident. Man übe „maximalen Druck“ auf das Land aus, „den Krieg zu beenden“. Weiters werde die staatliche Sberbank aus dem Bankenkommunikationssystem SWIFT ausgeschlossen, und die EU verbiete auch drei russische Staatssender.

In einer Pressekonferenz im Anschluss an den Sondergipfel sagten Ratspräsident Michel und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, dass künftig russische Öllieferungen über den Seeweg unterbunden werden sollen. Transporte per Pipeline sollen weiter möglich sein – damit ist Budapests Anbindung auf dem Landweg über die riesige Druschba-Leitung mit russischem Öl gesichert.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Europa

Selenskyi fordert Trump zu einem Besuch der Ukraine auf

Zum vierten Jahrestag der russischen Großinvasion hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyi...

Europa

Präsidentin des Louvre tritt zurück wegen Untersuchung zum Juwelendiebstahl

Die Präsidentin des Louvre ist zurückgetreten, nachdem eine Untersuchung zum spektakulären Juwelendiebstahl...

Europa

Frankreich verbietet dem US-Botschafter Charles Kushner Zugang zu Ministern

Die französische Regierung hat dem US-Botschafter in Paris, Charles Kushner, den direkten...

Europa

Grönland weist Trumps medizinisches „Hilfsangebot“ zurück

Grönland hat ein medizinisches Hilfsangebot von US-Präsident Donald Trump höflich, aber deutlich...