Österreich: St. Aegyd am Neuwalde (Bezirk Lilienfeld) – Gleich zwei schwere Unglücke haben am Donnerstag in der Region St. Aegyd für tragische Schlagzeilen gesorgt: Bei einem Motorradunfall kam ein 76-jähriger Biker ums Leben, zwei weitere Personen wurden schwer verletzt. Wenige Stunden später musste zudem ein Wanderer per Tau geborgen werden, nachdem er am Gippel in die Tiefe gestürzt war.
Motorradgruppe in Unfall verwickelt
Nach Angaben der Landespolizeidirektion war eine Gruppe von 17 Motorradfahrern auf der B21 in Richtung Kernhof unterwegs. In einer Kurve geriet einer der Lenker mit dem Kopf in den Gegenverkehrsbereich. Der Fahrer eines entgegenkommenden Lkw reagierte sofort und bremste scharf ab – doch das hatte fatale Folgen.
Durch das abrupte Bremsmanöver scherte der Anhänger des Lasters aus und kollidierte mit zwei Motorrädern. Der 76-Jährige aus dem Bezirk Wiener Neustadt prallte so heftig gegen den Anhänger, dass er noch an der Unfallstelle starb. Seine 74-jährige Ehefrau, die als Sozia mitfuhr, wurde schwer verletzt. Auch ein 63-jähriger Motorradlenker zog sich schwere Verletzungen zu. Beide wurden per Rettungshubschrauber in Kliniken nach St. Pölten und Graz geflogen.
Unfallzahlen steigen
Der tödliche Unfall reiht sich in eine besorgniserregende Statistik ein. Erst kürzlich hatte das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) gemeldet, dass die Zahl der Motorradunfälle in Niederösterreich ein Rekordhoch erreicht hat. 924 Verletzte wurden allein im Vorjahr registriert – so viele wie seit fast zehn Jahren nicht mehr.
Alpinunfall am Gippel
Fast zeitgleich kam es in derselben Gegend zu einem schweren Alpinunfall: Ein 70-jähriger Mann war beim Aufstieg von St. Aegyd in Richtung Preinecksattel unterwegs, als sich ein rund 200 Kilogramm schwerer Stein, an dem er sich festhielt, plötzlich löste.
Der Wanderer stürzte etwa zehn Meter ab und blieb verletzt an einem Baum hängen. Da er sich nicht mehr selbst befreien konnte, setzte er per Handy einen Notruf ab. Bergretter aus St. Aegyd und Hohenberg sowie ein Notarzthubschrauber rückten aus. Mittels Tau-Bergung wurde der Schwerverletzte geborgen und in ein Krankenhaus geflogen.
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