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„Ein Helfer bis zuletzt“ – Die Erinnerung an Alex Pretti, getöteter Pfleger aus Minneapolis

RobVanDerMeijden (CC0), Pixabay
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Noch immer sorgt der Tod von Alex Pretti, einem Intensivpfleger aus Minneapolis, für Bestürzung und Protest. Der 37-Jährige war am 24. Januar bei einer Auseinandersetzung mit Bundesbeamten erschossen worden. Während offizielle Stellen behaupten, Pretti habe eine Waffe bei sich getragen, zeichnen Zeugenaussagen und Videoaufnahmen ein anderes Bild – und eine wachsende Zahl von Menschen erinnert sich öffentlich an den Mann, der sein Leben dem Helfen widmete.

„Er war ein Licht in jedem Raum“

Micayla Pretti, die Schwester des Verstorbenen, nannte ihren Bruder in einer Stellungnahme ihren „Helden“. Er habe „immer etwas bewirken wollen“ und sei auch in seinen letzten Momenten einfach nur da gewesen, um jemandem zu helfen. „Es ist unerträglich, wie Lügen über ihn verbreitet werden. Aber wir sind dankbar, dass so viele Menschen nun seine Wahrheit erzählen.“

Auch seine ehemalige Lehrerin, Susan McAllister, zeigte sich tief erschüttert, aber auch stolz: „Mein Herz ist gebrochen. Doch ich bin so stolz auf den jungen Mann, der er war.“ Eine andere Lehrerin, Susan Carlson, schilderte Pretti als jemanden, der „im Kern ein Helfer war“. Seine letzten Worte – „Geht es dir gut?“ – richtete er an eine Frau, die brutal zu Boden gestoßen worden war.

Protest aus persönlicher Überzeugung

Pretti engagierte sich öffentlich nach dem Tod von Renee Good, die ebenfalls bei einem Einsatz von Bundesbeamten in Minneapolis ums Leben kam. Marta Crownhart, eine ehemalige Patientin, erzählte, dass sie ihn gewarnt habe, vorsichtig zu sein. Die Bezeichnung als „inländischer Terrorist“ durch Ministerin Kristi Noem nannte sie „verletzender als alles andere“.

Ein Mensch mit Stimme und Haltung

Pretti wuchs in Green Bay, Wisconsin, auf, sang im Jungenchor und studierte später in Minneapolis. Er arbeitete als Intensivpfleger im Krankenhaus für Veteranen. Seine Kindheitsfreundin Kristen Radtke erinnerte sich an seine Fürsorge, seine Leidenschaft für Musik – und an seinen Wunsch, anderen etwas zu geben.

Inmitten politischer Debatten bleibt die Erinnerung an einen Menschen, dessen Leben dem Helfen galt – bis zu seinem letzten Atemzug.

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