Das Six Nations 2026 wird schon jetzt von vielen als eines der besten Turniere in der Geschichte des Wettbewerbs bezeichnet. Spätestens nach dem dramatischen Finale in Paris dürfte diese Einschätzung kaum noch jemand bestreiten.
Dramatischer Titelgewinn in letzter Sekunde
Im letzten Spiel des Turniers lieferten sich Frankreich und England im Stade de France ein wahres Rugby-Spektakel. Mit der allerletzten Aktion des Spiels verwandelte Frankreichs Thomas Ramos einen Straftritt und sicherte seinem Team einen spektakulären 48:46-Sieg.
Mit diesem Erfolg gewann Frankreich seinen achten Six-Nations-Titel – und das nach einem Spiel, das bereits vor dem entscheidenden Kick zu den packendsten Partien der Turniergeschichte zählte.
Für Irland platzte damit der Traum vom Titel in letzter Sekunde. Die Iren hatten zuvor Schottland mit 43:21 geschlagen und sich den Triple Crown gesichert, mussten aber wenige Sekunden vor Turnierende zusehen, wie Frankreich doch noch vorbeizog.
England mit starkem Auftritt – trotz Niederlage
Trotz der Niederlage zeigte England eine beeindruckende Leistung. Das Team erzielte sieben Versuche, Frankreich kam auf sechs.
Als Tommy Freeman in der 76. Minute einen Versuch erzielte, schien ein sensationeller englischer Sieg möglich. Doch Frankreich behielt in den letzten Sekunden die Nerven.
„Frankreich ist ein verdienter Champion. Sie haben enorme Nervenstärke gezeigt“, sagte der frühere englische Nationalspieler Matt Dawson bei BBC Radio 5 Live.
Rekorde und spektakuläre Spiele
Das Turnier war geprägt von Rekorden, Überraschungen und torreichen Spielen:
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Insgesamt wurden 111 Versuche erzielt – so viele wie nie zuvor.
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Allein am letzten Spieltag fielen 29 Versuche, ebenfalls ein Rekord.
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Italien besiegte erstmals in seiner Geschichte England.
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Irland feierte einen Rekordsieg gegen England (42:21).
Frankreichs Flügelspieler Louis Bielle-Biarrey sorgte ebenfalls für Schlagzeilen. Der 22-Jährige erzielte vier Versuche gegen England und baute seine beeindruckende Serie auf zehn aufeinanderfolgende Six-Nations-Spiele mit einem Versuch aus.
Mit 18 Versuchen in nur 14 Spielen gehört er bereits zu den erfolgreichsten Try-Scorern in der Geschichte des Wettbewerbs.
Eine Saison voller Wendungen
Das Turnier begann bereits spektakulär: Italien überraschte Schottland zum Auftakt. Später besiegte Schottland wiederum Frankreich in einem offensiven Schlagabtausch.
Währenddessen setzte Frankreich zunächst klare Siege gegen Irland, Wales und Italien und galt früh als Favorit auf den Grand Slam – bis die Niederlage gegen Schottland diesen Traum zerstörte.
Auch Wales, das lange sieglos blieb, zeigte zum Abschluss noch eine starke Leistung und gewann gegen Italien. Trotz des dritten Wooden Spoon in Folge war der erste Sieg seit 2023 für die Waliser ein wichtiger moralischer Erfolg.
Historisches Turnier
Am Ende bleiben ein dramatisches Finale, zahlreiche Rekorde und ein Turnier voller Überraschungen. Für viele Experten steht bereits fest:
Das Six Nations 2026 gehört zu den spektakulärsten Rugby-Turnieren aller Zeiten.
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