Bei einem tragischen Flugzeugunglück am 18. Dezember in North Carolina kam der ehemalige NASCAR-Rennfahrer Greg Biffle gemeinsam mit seiner Frau Cristina, seinem Sohn Ryder, Tochter Emma und drei weiteren Menschen ums Leben. Die Cessna C550, auf die Biffle registriert war, stürzte beim Versuch der Rückkehr zum Statesville Regional Airport ab und ging in Flammen auf.
Das Flugzeug war ursprünglich auf dem Weg nach Florida, kehrte jedoch aufgrund schlechter Wetterbedingungen kurz nach dem Start um. Laut dem Wetterdienst herrschten zu diesem Zeitpunkt starker Regen, schlechte Sicht und eine niedrige Wolkendecke – ein gefährlicher Mix für die Landung. Die Ermittlungen zur Unglücksursache werden vom National Transportation Safety Board (NTSB) geführt. Ein Team mit 16 Spezialisten befindet sich derzeit vor Ort.
Eine Familie im Dienst an der Gemeinschaft
Die Nachricht hat nicht nur die NASCAR-Welt erschüttert. Die Familie Biffle galt als engagiert, hilfsbereit und lebensfroh. Besonders Greg Biffle war über den Rennsport hinaus für seine Hilfseinsätze nach Naturkatastrophen bekannt. Während des Hurrikans Helene organisierte er zahlreiche Hilfsflüge und gründete das Projekt „Operation Airdrop“, um Menschen in entlegenen Gebieten mit Lebensmitteln und Medizin zu versorgen. Seine Leistungen wurden 2024 mit dem Myers Brothers Award ausgezeichnet.
In einem emotionalen Statement beschrieben Angehörige die Familie als „herzensgut, engagiert und voller Liebe“. Besonders hob man die Lebensfreude von Sohn Ryder und die Warmherzigkeit von Tochter Emma hervor. Auch Dennis und Jack Dutton, ein Vater-Sohn-Duo, sowie Craig Wadsworth, ein enger Freund der NASCAR-Community, kamen bei dem Unglück ums Leben.
Große Anteilnahme aus NASCAR, Politik und Öffentlichkeit
NASCAR würdigte Biffle als „mehr als nur einen Champion“ – er sei ein Vorbild auf und abseits der Rennstrecke gewesen, ein Freund vieler und eine Inspiration durch seine Integrität und seinen Einsatz für die Gemeinschaft.
Auch Politiker wie der Abgeordnete Richard Hudson und North Carolinas Gouverneur Josh Stein äußerten sich tief betroffen. Hudson sagte: „Greg war ein Held – nicht nur wegen seiner Siege, sondern weil er sich immer zuerst um andere gekümmert hat.“
Cristina Biffle hatte auf Instagram noch wenige Monate vor dem Unfall gepostet: „Das Leben ist zu kurz, um es nicht zu lieben.“ – Worte, die nun auf besonders traurige Weise nachhallen.
Ein schmerzlicher Abschied
Die genaue Ursache des Absturzes wird voraussichtlich noch Monate in Anspruch nehmen. Doch eines ist sicher: Der Verlust von Greg Biffle und seiner Familie hat eine Lücke in der NASCAR-Familie und darüber hinaus hinterlassen, die kaum zu füllen ist. Ihre Hingabe, ihr Mut und ihr Mitgefühl werden vielen Menschen in Erinnerung bleiben.
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