Eddie Murphy ist ein Superstar – doch wenn sich Hollywood im Blitzlicht sonnt, zieht er lieber den Rückzug vor. In der neuen Netflix-Dokumentation „Being Eddie“ (ab 12. November verfügbar) spricht der 64-Jährige offen über seine Abneigung gegen Preisverleihungen – und erklärt, warum er sich dort ebenso unwohl fühlt wie auf Beerdigungen.
„Ich kann die Stimmung eines Raums spüren – und oft ist sie einfach miserabel.“
Murphy beschreibt sich selbst als empathisch veranlagt, als jemand, der die Atmosphäre eines Ortes tief aufnimmt – und sie nicht immer erträgt. „Diese Energie in einem Raum voller Berühmtheiten, die alle denselben Preis gewinnen wollen, das ist einfach ein… schlechtes Gefühl“, sagt er im Interview mit USA TODAY und lacht. „Alle sind aufgebrezelt, tun auf wichtig und wirken unecht. Es ist einfach komisch.“
Der legendäre Oscar-Abgang
Die Szene ging 2007 durch die Medien: Murphy verließ die Oscarverleihung abrupt, nachdem er nicht als „Bester Nebendarsteller“ für seine Rolle in Dreamgirls ausgezeichnet wurde. Stattdessen gewann Alan Arkin (Little Miss Sunshine). Die Schlagzeilen waren eindeutig: „Murphy stürmt aus der Oscar-Gala“ (HuffPost), „Eddie Murphy verlässt Oscars nach Niederlage“ (Fox News).
In der Doku blickt er darauf zurück – nüchtern: Er hätte den Rückschlag lieber „allein zu Hause verkraftet“.
Kein Show-Mensch trotz Show-Karriere
Obwohl er einer der größten Comedy-Stars aller Zeiten ist, betont Murphy: „Ich bin nicht der Typ, der Energie aus der Bühne zieht.“ Während viele Stand-up-Kollegen den Nervenkitzel und die Publikumsreaktion lieben, sei er das genaue Gegenteil:
„Ich tanke auf, wenn ich daheim bin – in Ruhe. Die Bühne saugt meine Energie.“
Auch Beerdigungen meidet er
Seine Empathie führt sogar dazu, dass Murphy Beerdigungen meidet. In einem kurzen Nebensatz verrät er: Er wolle seinen Angehörigen im Falle seines eigenen Todes „diese Art von Trauma“ ersparen. Weitere Details dazu gibt die Doku preis.
Privat statt pompös
Murphy gibt sich in „Being Eddie“ so, wie ihn die Öffentlichkeit selten sieht: introvertiert, nachdenklich, ehrlich. Er blickt auf über 40 Jahre Showbusiness zurück – mit viel Humor, aber auch kritischer Distanz zur Glitzerwelt, die ihn berühmt gemacht hat.
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